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Unternehmer hoffen in Krisensituationen auf die Familie 

Was tun, wenn die eigene Firma in einen Schlingerkurs gerät, sich die Probleme häufen und die Absätze schwinden? Viele Unternehmer vertrauen in einer schwierigen Situation auf die Unterstützung durch Familie und Freunde, wie eine aktuelle Studie zeigt. Nur knapp jeder Vierte gab als wichtigste Vorsorge eine Firmenversicherung an. 

Es ist ganz normal, dass auch der beste Unternehmer mal in eine Schieflage geraten kann. Auf wen verlassen sich die Firmeninhaber, wenn die Absätze einbrechen, ein wichtiger Markt keine Produkte mehr nachfragt oder gar ein Brand das Firmengebäude beschädigt? Dieser Frage ging das Marktforschungsunternehmen YouGov auf den Grund und befragte im Auftrag eines großen Versicherers 524 Selbstständige in Deutschland.

Familie und Freunde als wichtige Stützen 

Das Ergebnis verwundert vielleicht nur auf den ersten Blick. Keineswegs steht „professionelle“ Unterstützung an erster Stelle, wenn Firmenkrisen gemeistert werden müssen. Stattdessen gab jeder zweite Befragte (45 Prozent) an, dass er bei Bedrohung seines Betriebes auf die Unterstützung durch seine Familie baut. Wenn es bei der Familie nicht klappt, setzt rund ein Drittel der Befragten auf seine Freunde. Es folgen Rücklagen bei der Bank (29 Prozent) und Firmenversicherungen (26 Prozent).

So wichtig die emotionale Unterstützung durch Angehörige ist: Auch für die finanzielle Krise sollte ausreichend vorgesorgt sein. Eine Betriebshaftpflichtversicherung ist beispielsweise unerlässlich – sie springt ein, wenn Dritten durch die eigene Geschäftstätigkeit ein Schaden entsteht. Wenn man beispielsweise einen kleinen Imbiss eröffnet hat, um leckere Crêpes zu verkaufen, kann die Lebensmittelvergiftung mehrerer Kunden den persönlichen und geschäftlichen Ruin bedeuten, auch wenn man gar nicht selbst Schuld daran trägt.

Versicherungslösungen sind vielfältig

Die Versicherungslösungen sind dabei so vielfältig wie die Unternehmen selbst – und sollten genau auf die eigene Firma zugeschnitten sein. Natürlich braucht ein kleiner Onlinehandel, der selbstbedruckte T-Shirts verkauft, eine andere Absicherung als der Autozulieferbetrieb, der Verdecke fürs Cabrio fertigt. Die Versicherer haben sich auf die unterschiedlichen Größen und Anforderungen der Unternehmen eingestellt, so dass die gewerblichen Policen einen hohen Individualisierungsgrad aufweisen.

Empfehlenswert für Läden und Produktionsstätten ist zum Beispiel eine Inhaltsversicherung. Sie deckt Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel sowie Einbruchdiebstahl ab, häufig inklusive aller Waren und Vorräte. Eine Betriebsunterbrechungsversicherung wiederum ersetzt den Schaden, wenn die Produktion aus verschiedenen Gründen unterbrochen werden muss. Denn selbst wenn aufgrund eines Brandes keine Produkte hergestellt und verkauft werden, müssen weiterhin Löhne und Mieten gezahlt werden. Mitunter bieten Versicherer auch praktische Paketlösungen an, die für verschiedene Risiken greifen. Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung!

 

Schmidtke René

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