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KFZ Versicherung

Autobumser – Vorsicht, gewiefte Banden am Werk!

Versicherungsbetrug wird nicht nur von Privatpersonen begangen, sondern im großen Stil auch von kriminellen Banden. Das lässt arglose Versicherungskunden schnell zum Opfer krimineller Machenschaften werden. Ein Beispiel: Autobumser, die Fahrer mit Absicht in Unfälle verwickeln.

Nicht nur Privatpersonen betrügen ihre Versicherung – etwa, wenn das teure Smartphone selbstverschuldet zu Bruch geht und ein Freund sich bereit erklärt, dafür seine Privathaftpflicht zur Kasse zu bitten. Versicherungsbetrug findet oft auch in ganz großem Stil statt.

Von einem dieser Fälle berichtet aktuell der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf seiner Webseite. Demnach hat es bei einer Razzia gegen die italienische Mafia in Italien 170 Festnahmen gegeben. Die Mafiosi hatten auch den Versicherungsbetrug als Einnahmequelle entdeckt – unter anderem in Deutschland.

Im konkreten Fall hatten die Übeltäter vorsätzlich eine Pizzeria niedergebrannt, um Geld von ihrem Hausrat- und Wohngebäudeversicherer zu prellen: So zumindest lautet der Vorwurf. Doch es geht auch kleiner. Eine häufige Straftat, die gerade organisierte Banden begehen, ist das sogenannte Autobumsen. Dabei provozieren fremde Personen bewusst Unfälle, um die Versicherung des Unfallgegners zur Kasse zu bitten. Und diese Fälle sind so raffiniert wie schwer nachweisbar.

Zum Beispiel bremsen die Übeltäter vor einer grünen Ampel plötzlich und unerwartet ab, um den Hintermann zum Auffahren zu zwingen. Denn wer einem anderen Auto hinten drauffährt, ist in der Regel Schuld am Unfall – dann muss die Kfz-Haftpflicht zahlen. Ein anderer Fall ist, dass der „Autobumser“ eigentlich Vorfahrt hätte, aber den anderen Autofahrer durchwinkt, etwa in eine Parklücke hinein. Dann fährt er, obwohl er scheinbar freiwillig auf sein Vorfahrtsrecht verzichtete – und beharrt darauf, im Recht zu sein.

Laut einem Bericht des MDR erzeugen die Autobumser so geschätzt einen Schaden von zwei Milliarden Euro. Jeder zehnte Unfall sei bereits auf eine solche Betrügerei zurückzuführen, schätzt der GDV. Hier gilt für Autofahrer: Wachsam sein! Bei Auffälligkeiten sollten Betroffene die Polizei rufen und den Schaden gut dokumentieren, etwa mit Fotos, Kennzeichen, Name und Adresse der Person.

Auch ist es wichtig, im Falle eines solchen Unfalls kein Schuldeingeständnis zu unterschreiben. Denn genau das haben die gewieften Betrüger oft bei sich. Im schlimmsten Fall kann sogar die Versicherung Ärger machen, wenn man ein Geständnis unterschreibt, ohne dass der Versicherer einen Gutachter einschalten konnte. Denn diese achten mittlerweile auch sehr genau auf Indizien für Betrug.

Kfz-Versicherung wechseln, obwohl die Wechselfrist versäumt wurde

Wechsel der Kfz-Versicherung verpasst? In der Regel muss man sich bis zum 30. November entscheiden, ob man bei der alten Versicherung bleiben oder einen neuen Anbieter suchen will. Doch unter bestimmten Voraussetzungen ist auch ein späterer Wechsel noch möglich: Das ist vor allem dann interessant, wenn der Kfz-Versicherer die Prämie anhebt.

Wer seine Kfz-Versicherung kündigen will, hat dazu in der Regel bis zum 30.11. Gelegenheit. Da die Versicherungsverträge üblicherweise eine Laufzeit von einem Jahr haben und die Kündigungsfrist eine Woche beträgt, ist dies das Datum, an das sich Autofahrer halten müssen. Was aber, wenn man diese Frist versäumt hat? Dann ist unter bestimmten Voraussetzungen auch ein späterer Wechsel möglich.

Sonderkündigungsrecht nutzen!

Es gibt nämlich Situationen, die ein Sonderkündigungsrecht bewirken. Die Kfz-Versicherer müssen ihre Kunden sogar schriftlich drauf hinweisen: so will es der Gesetzgeber. Das gilt vor allem dann, wenn ein Versicherer im kommenden Jahr die Prämie raufsetzt, ohne dass sich die Leistungen verbessern. Schon darf sich der Fahrzeughalter einen neuen Anbieter suchen.

Weit seltener ist der Fall, dass ein Anbieter Leistungen aus dem Katalog streicht oder sich der Umfang verschlechtert, ohne die Prämie zu reduzieren: etwa bei einer neuen Typ- oder Regionalklasse. Kommt dies vor, resultiert daraus ebenfalls ein Sonderkündigungsrecht.

Auch wenn der Versicherungsfall eingetreten ist, also ein Haftpflicht- oder Kaskoschaden, darf man bis zum Ablauf eines Monats kündigen. Das muss binnen eines Monats erfolgen, nachdem der Versicherer seine Leistungspflicht anerkannt oder abgelehnt hat. Aber Vorsicht: Bei einem Wechsel erfährt der neue Anbieter vom Vorversicherer unter anderem die Schadensfreiheitsklasse und die Zahl der Schäden. Deshalb sollte man sich vorher informieren, wie der neue Versicherer mit Rückstufungen umgeht. Unter Umständen wird es sonst schnell teurer.

Auch wer sich ein neues Auto kauft oder das alte ummeldet, hat das Recht, sich nach einem neuen Versicherer umzuschauen. Denn in der Regel wird der Vertrag zum Abmeldetag des Autos aufgehoben und das neue Gefährt darf sofort bei einem anderen Versicherer angemeldet werden.

Nicht kopflos kündigen!

Grundsätzlich sollten Autofahrer erst ihre Kfz-Versicherung kündigen, wenn sie bei dem neuen Wunschanbieter bereits einen Vertrag in Aussicht gestellt bekommen haben. Sonst stehen sie im Zweifel ohne Schutz da. Zudem gilt es, auch mögliche Leistungsverluste im Auge zu behalten. Vor allem dann, wenn man einen Tarif mit Rabattschutz vereinbart hat, der bei einem Schaden die bisherige Schadensfreiheitsklasse sichert. Der Versicherer wird nämlich dem neuen Anbieter jene Schadensfreiheitsklasse mitteilen, die der Fahrzeughalter ohne Rabattschutz hätte. Und das wird schnell teurer.

 

Winterreifen – Langsam wird es Zeit!

Es ist kein Gerücht: Bald ist wieder Weihnachten! Und wer jetzt noch keine Winterreifen aufgezogen hat, sollte das schnellstens tun. Denn vielerorts ist der Winter schon mit Schnee, Eis und Straßenglätte vorstellig geworden. Auch der Kasko-Schutz kann wackeln, wenn ein Autofahrer aufgrund ungenügender Bereifung einen Unfall verursacht.

Der November geht langsam dem Ende entgegen, und in vielen Regionen hat es auch schon geschneit. Das macht sich leider auch auf den Straßen bemerkbar. Auf mehreren Autobahnen kam es in der letzten Woche bereits zu Unfällen wegen Schnee und Eis, etwa in den Königshainer Bergen bei Görlitz, wo sieben Autos miteinander kollidierten und eine Anschlussstelle zur A4 stundenlang gesperrt werden musste. Auch in Bayern, Schwaben und anderen Regionen krachte es aufgrund von Straßenglätte.

Für Autofahrer sollte das ein deutliches Signal sein. Wenn sie nicht bereits ihre Winter- oder Allwetterreifen aufgezogen haben, wird es spätestens jetzt Zeit. Zwar besteht in Deutschland keine generelle Pflicht für Winterreifen, die mit einem speziellen Datum verbunden wäre. Dennoch: Die Straßenverkehrsordnung schreibt vor, dass bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- und Reifglätte nur Pneus mit sogenanntem M+S-Symbol benutzt werden dürfen. „M+S“ steht für „Schnee und Matsch“ und zeigt an, dass die Reifen für entsprechende Witterungsverhältnisse geeignet sind.

Es droht ein Bußgeld – und der Verlust des Kaskoschutzes

Wer nach wie vor mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert einen Punkt in Flensburg und ein Bußgeld bis 120 Euro, wenn er andere behindert oder gefährdet: zum Beispiel, weil das Auto am Hang oder hinter einer Kuppel stecken bleibt.

Es gibt noch einen weiteren Grund, weshalb man rechtzeitig umrüsten müsste. Während nämlich die Kfz-Haftpflicht in der Regel für einen Schaden aufkommt, wenn Dritte geschädigt werden, sieht es beim Kasko-Schutz schon anders aus. Abhängig vom Einzelfall kann der Versicherer die Kasko-Entschädigung stark kürzen, wenn nachgewiesen wird, dass der Unfall aus einer unangemessenen Bereifung resultierte und der Autofahrer dies anhand der Straßenverhältnisse hätte erkennen können.

Aber natürlich sollte der Winterreifen auch deshalb aufgezogen werden, weil es um die eigene Gesundheit geht, vielleicht sogar ums Leben. Und dabei gilt es auch, einen Blick auf den Zustand des Reifens zu werfen. Dieser sollte noch ausreichend Profil haben, in der Regel vier Millimeter, weil die Kasko-Versicherung sonst ebenfalls Ärger machen kann.

 

 

Kfz-Versicherung: pro Tag 340 Autodiebstähle

Die Versicherungswirtschaft hat letzte Woche die Diebstahlstatistik für das Jahr 2016 vorgestellt. Und die hat es in sich: pro Tag werden in Deutschland 340 versicherte Autos geknackt. Der Gesamtschaden beziffert sich auf mehr als eine halbe Milliarde Euro pro Jahr.

Autodiebe haben in Deutschland nach wie vor Hochkonjunktur. Diesen bitteren Schluss lässt die aktuelle Schadenstatistik des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zu. Demnach wurden im vergangenen Jahr 18.000 kaskoversicherte Autos in Deutschland gestohlen, was gegenüber 2015 immerhin ein Rückgang um rund acht Prozent bedeutet. Und dennoch: an einem einzigen Tag werden hierzulande 340 Autos entwendet!

Mehr Schadensaufwendungen pro Diebstahl

Ein deutlicher Aufwärtstrend ist bei den Schadenskosten pro geklautem Fahrzeug zu beobachten. Im Durchschnitt mussten die Kfz-Versicherer 2016 für ein entwendetes Auto 16.400 Euro zahlen: das sind fünf Prozent mehr als im Jahr zuvor. Schließlich verwandeln sich die Autos auch außerhalb des Motorraums immer mehr zu wahren High-Tech-Maschinen. Fahrassistenten, Bewegungssensoren etc. treiben die Kosten pro Fahrzeug in die Höhe. Auch für den Diebstahl elektronischer Bauteile zahlten die Versicherer im Schnitt fast 500 Euro mehr als im Vorjahr: über 4.100 Euro!

Wird ein Fahrzeug entwendet, zahlt in der Regel die Teilkasko-Versicherung für den Schaden. Auch wenn Teile gestohlen werden, die fest mit dem Auto verbunden sind oder fest eingebaut, springt die Teilkasko ein: das gilt etwa für Dachgepäckträger oder die Stereoanlage. Ebenso ersetzt werden eingeschlagene Fensterscheiben. Auch wer Vollkasko-versichert ist, genießt Schutz: Hierin ist die Teilkasko eingeschlossen.

Wertgegenstände nicht im Auto lassen!

Problematisch ist es jedoch, wenn mobile Geräte oder Wertgegenstände aus dem Auto entwendet werden, etwa mobile Navis, Smartphones oder Tablets. Hierfür zahlt die Versicherung in der Regel nicht – beziehungsweise nur dann, wenn diese Leistung explizit im Vertrag genannt wird. Aber selbst in diesem Fall ist die Ersatzzahlung auf einen sehr niedrigen Betrag beschränkt.

Deshalb sollten Wertgegenstände nicht im Auto liegen gelassen werden, warnt der GDV: schon gar nicht auf dem Sitz oder in der Hutablage, so dass sie von außen gut sichtbar sind. Schließlich gilt die alte Redensart: „Gelegenheit macht Diebe“. Besonders begehrt bei den Kriminellen sind übrigens große und teure Autos wie SUV, Jeeps und Sportwagen. Hier sind oft kriminelle Banden am Werk, die die Autos auf Bestellung entwenden.

 

Wildunfall – Schaden bescheinigen lassen!

Der Herbst ist auch Zeit der Wildunfälle: Sie treten umso häufiger auf, je länger dunkel ist. Wer in solch einen Unfall verwickelt wird, sollte sich eine Wildschadensbescheinigung ausstellen lassen. Sonst droht Ärger mit dem Kfz-Versicherer.

Alle zweieinhalb Minuten ereignet sich in Deutschland ein Wildunfall. Und gerade im Herbst sind Autofahrer besonders bedroht, in einen solchen verwickelt zu werden. Dann nämlich setzt nicht nur die Dämmerung zeitiger ein. Die Tiere begeben sich auch vermehrt auf Wanderschaft, weil sie ihre Futtergründe aufsuchen oder das Winterquartier, berichtet der Deutsche Jagdverband (DJV).

Wie aber sollten sich Autofahrer verhalten, wenn sie mit einem Waldtier zusammenstoßen? Fest steht: Wer sich einfach so vom Unfallort entfernt, kann Ärger mit seinem Versicherer bekommen – und dieser vielleicht sogar eine Regulierung des Schadens ablehnen.

Wildschadensbescheinigung ist sinnvoll!

Wie der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) derzeit warnt, sollten sich Autofahrer eine sogenannte Wildschadensbescheinigung ausstellen lassen, damit der Versicherer genau weiß, wann und wo sich der Unfall ereignet hat. Zuständig hierfür ist die Polizei oder lokale Forstbehörde. Nur bei Kleintieren ist eine solche Bescheinigung nicht erforderlich.

Natürlich erfordert ein Wildunfall auch eine besondere Sorgfalt an der Unfallstelle. Zunächst sollte eine Warnweste übergezogen und der Ort durch ein Warndreieck abgesichert werden – um andere Autofahrer zu warnen.

Und selbst, wenn das Tier noch so niedlich ist: man sollte ein verletztes Wildtier nicht einfach anfassen oder gar zum Tierarzt bringen wollen. Denn gerade bei einer schweren Verwundung ist nicht auszuschließen, dass es aggressiv auf den Menschen reagiert, man sich also selbst gefährdet. Der hinzugerufene Förster bzw. die Polizei werden entscheiden, was mit dem Tier geschehen soll.

Teil- oder Vollkasko?

Bezüglich des Versicherungsschutzes lohnt ein Blick in den Vertrag. Teilkasko-Versicherungen ersetzen in der Regel Unfälle mit Haarwild: wenn überhaupt. Dazu gehören beispielsweise Wildschweine oder Hirsche. Doch manche Versicherer schließen sogar das aus oder verlangen hierfür einen Zusatzbeitrag.

Die Teilkasko zahlt auch, wenn man aufgrund eines Tieres auf der Straße ausweichen musste und dabei der Unfall entstand. Allerdings muss der Fahrer dann nachweisen, dass tatsächlich ein Tier auf der Straße stand. Gerade bei kleineren Tieren empfiehlt es sich deshalb, nicht auszuweichen: so bitter das für den Tierfreund auch sein mag.

Wird der Unfall hingegen durch einen großen Vogel oder gar eine entlaufene Ziege verursacht, ist in der Regel eine Vollkasko-Police erforderlich. Hier sollte zumindest genau nachgelesen werden, was in welchem Umfang versichert ist.

 

Kfz-Versicherung: der Preis ist nicht alles!

Die Wechselsaison in der Kfz-Versicherung läuft auf Hochtouren. Denn die meisten Versicherer haben eine Kündigungsfrist von einem Monat vor Ende des Kalenderjahres festgelegt. Wer sich einen neuen Schutz suchen will, muss bis zum 30. November seinen Altvertrag gekündigt haben. Entscheidend ist hierbei, wann der Vertrag den Versicherer erreicht, also das Zustellungsdatum – nicht, wann die Kündigung losgeschickt wurde. Doch man sollte nicht um jeden Preis wechseln.

Tatsächlich haben Versicherer und Vergleichsportale damit begonnen, für einen Wechsel des Autoversicherers zu werben. In der Regel wird dabei die Prämie als Argument angeführt: Man könne mit einem neuen Kfz-Versicherer viel Geld sparen. Doch das ist heimtückisch. Wer alleine auf den Preis der Versicherung schaut und vorzeitig seine alte Police kündigt, könnte im schlimmsten Fall wichtige Leistungen verlieren. Auch in der Kfz-Versicherung gilt: Vertrag ist nicht gleich Vertrag!

Auf die Leistungen kommt es an!

Beispiel Marderbiss: Manche Kasko-Versicherer erbringen nur für die direkten Schäden eines solchen Bisses eine Leistung, nicht aber für Folgeschäden. Das ist deshalb fatal, weil Motordefekte fast immer aus den Folgeschäden resultieren: zum Beispiel, wenn ein Kabel für die Kühlung durchbissen wurde und der Motor überhitzt. Schnell hat man dann einen Totalschaden, für den der Versicherer nicht aufkommt.

Ebenfalls wichtig: Der „Verzicht auf Einrede grober Fahrlässigkeit“. Zwar hat es in der Haftpflicht-Versicherung in der Regel keine Folgen, wenn der Versicherer grob fahrlässiges Verhalten ausschließt. Anders hingegen beim Vollkasko-Schutz, wenn also der Schaden am eigenen PKW ersetzt werden soll. Dann kann der Versicherer – abhängig vom Einzelfall – eine Zahlung schon verweigern, wenn man versehentlich bei Rot fuhr. Oder, wenn der Unfall daraus resultierte, dass man am Autoradio einen anderen Sender suchte.

Rabattregeln beachten!

Auch hinsichtlich der Rabatt-Vereinbarungen lohnt ein Blick in den Vertrag. Manche Versicherer bieten zum Beispiel Preisnachlässe, wenn das Auto nachts in der Garage parkt – aber nicht alle. Oder sie gestatten es, dass man den Zweitwagen günstiger mitversichert.

Auch der sogenannte Rabattretter kann verloren gehen, die in der Regel bei Altverträgen bis 2012 Vertragsbestandteil waren. Der Rabattretter verhindert zwar keine Rückstufung in der Schadensfreiheitsklasse. Allerdings wird der Versicherungsnehmer nur so weit zurückgestuft, dass dies nicht zu einem höheren Beitrag führt. Der Rabattretter ist vom Rabattschutz zu unterscheiden: dieser verhindert, dass der Autofahrer nach einem einmaligen Unfall, den er selbst verursacht hat, zurückgestuft wird.

Gerade wenn Versicherte einen Unfall gebaut haben und vom Rabattschutz Gebrauch machten, ist Vorsicht geboten. Bei einem Wechsel der Versicherung wird dem neuen Anbieter nämlich jene Schadensfreiheitsklasse gemeldet, die ohne Rabattschutz bestehen würde: der Wechsler wird also zurückgestuft. Grundsätzlich lohnt sich ein Blick, wie der Versicherer mit Rückstufungen umgeht.

Der Wechsel zu einer neuen Kfz-Versicherung kann sich lohnen, weil die Versicherer auf einem umkämpften Markt auch bei ihren Klauseln nachbessern. Dennoch sollten hierbei die Leistungen im Auge behalten werden: sowohl beim alten wie beim gewünschten neuen Vertrag. Sonst erlebt man beim neuen Anbieter schnell eine böse Überraschung, wenn es doch zu einem Kaskoschaden kommt.

 

Xavier – Welche Versicherung zahlt für Sturmschäden?

Gestern war es wieder soweit: Die Bundesrepublik musste am eigenen Leib spüren, was Naturgewalten alles auslösen können. Sturm Xavier fegte über das Land hinweg und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Bäume wurden entwurzelt und Häuser beschädigt, in Berlin und weiten Teilen Norddeutschlands musste der Zugverkehr eingestellt werden. Besonders bitter: Sieben Menschen verloren sogar ihr Leben, weil sie von Bäumen oder anderen Gegenständen erschlagen wurden.

Welche Versicherung aber zahlt für Schäden, die derartige Stürme verursachen? Hausbesitzer können aufatmen, wenn sie eine Wohngebäudeversicherung besitzen. Diese kommt für Sturmschäden auf, sofern der Wind mit mindestens Stärke 8 um die Häuser blies, also eine Geschwindigkeit von 63 Stundenkilometern und mehr erreichte.

Ob der Sturm ausreichend stark war, ist unter anderem beim Deutschen Wetterdienst in Erfahrung zu bringen. Bei Xavier aber dürften keine Zweifel bestehen: Er erreichte laut Presseberichten vielerorts eine Spitzengeschwindigkeit von 178 Stundenkilometern. Für Überschwemmungsschäden muss jedoch zusätzlich eine spezielle Elementarschadenversicherung abgeschlossen werden, wenn Unwetter auch mit schweren Regenfällen einhergehen.

Wurden auch Markisen und Satellitenschüsseln durch den Sturm in Mitleidenschaft gezogen, zahlt eine gute Hausratversicherung. Diese übernimmt auch Schadenskosten für anderen Hausrat, der bei Unwetter beschädigt wird: Etwa, wenn durch ein Loch im Dach die Möbel feucht werden oder der Teppich. Für Glasschäden sollte darauf geachtet werden, ob dieser Baustein laut Hausrat-Vertrag eingeschlossen ist. In der Regel muss hierfür ein Aufpreis gezahlt werden.

Schäden am Auto sind in der Regel durch die Kfz-Teilkasko abgedeckt. Das dürfte auch diesmal wieder für viele Autofahrer relevant sein. Wie die Lokalzeitungen berichten, wurden in vielen Regionen geparkte PKW durch umstürzende Bäume oder umherfliegende Gegenstände geschädigt. Hier dürfte auf die Kfz-Versicherer ein hübsches Sümmchen zusammenkommen, das sie an ihre Kunden überweisen müssen.

Viele Bahnreisende mussten auch in fremden Städten übernachten, weil der Zugverkehr teils komplett eingestellt wurde. Wer trägt diese Kosten? Wie der Twitter-Account der DB Bahn informiert, können entstehende Hotelkosten nachträglich geltend gemacht werden. Tickets für ausgefallene Verbindungen sollen ebenfalls bis zum 15. Oktober ihre Gültigkeit behalten oder können erstattet werden. Allerdings muss ein spezielles Formular bei der Bahn ausgefüllt werden, um Kosten erstattet zu bekommen. Dieses ist unter folgender Adresse abrufbar:

https://www.bahn.de/p/view/service/auskunft/fahrgastrechte/entschaedigung.shtml

 

 

Kfz-Versicherung: das Elektroauto versichern

Elektroautos sind in Deutschland aktuell noch ein Nischenthema. Viele Kfz-Versicherer versuchen, einen Anreiz für ökologisches Fahren zu bieten, indem sie Prämienrabatte bieten. Kommt es zu einem Unfall, verursacht vor allem die Batterie hohe Kosten.

Elektroauto statt SUV? So denken bisher nur wenige deutsche Autofahrer, wie Zahlen der Versicherungswirtschaft zeigen. Ganze 20.000 E-Autos waren zum Jahresende 2016 in Deutschland versichert, so geht aus Daten des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Das sind magere 0,03 Prozent aller zugelassenen Fahrzeuge. Denn stolze 63 Millionen Autos sind auf deutschen Straßen unterwegs!

Über die Gründe für die Zurückhaltung kann nur spekuliert werden. Nach wie vor sind Elektroautos vergleichsweise teuer und die Reichweite lässt mitunter auch zu wünschen übrig. Dennoch sollte es mehr elektrische Autos geben, denkt sich auch die Versicherungswirtschaft. Und so belohnen viele Versicherer den Mut zum ökologischen Fahren mit Prämiennachlässen. Hier hilft ein Beratungsgespräch, einen geeigneten Tarif zu finden.

Wie aber wirken sich E-Autos für die Versicherungsbranche aus? Laut „Süddeutscher Zeitung“ rechnen die Versicherer zum einen mit sinkenden Unfallzahlen. Die Halter verursachen ungefähr ein Viertel weniger Unfälle als bei Autos mit Verbrennungsmotoren, so die Erfahrung der Branche. Das kann aber schlichtweg auch technisch bedingt sein: Viele Fahrer würden nicht rasen und sehr zurückhaltend fahren, weil sie fürchten, dass der Akku schlapp macht.

Es gibt aber auch einen negativen Aspekt für die Versicherer. Denn E-Autos erzeugen zugleich höhere Reparaturkosten, wenn es doch mal kracht. Schuld ist unter anderem die Lithium-Ionen-Batterie. Wird diese in Mitleidenschaft gezogen, liegt schnell ein Totalschaden vor. Auch die Ladesteckdose trägt dazu bei, ist sie doch meist vorn am Auto platziert. Und dann wird ein Auffahrunfall schnell teuer, weil eben die gesamte Technik Schaden nimmt.

Diskutiert wird in Deutschland aktuell auch darüber, ob ein E-Auto wirklich ökologischer ist als Benzin und Diesel. Schließlich muss es auch irgendwie mit Energie versorgt werden – im Zweifel durch Strom aus dem Kohlekraftwerk. Und die Autos haben bei der Herstellung einen höheren Energiebedarf. Mehrere Studien, unter anderem vom Frauenhofer Institut Stuttgart, haben gezeigt, dass es bei dieser Frage auch auf das Nutzungsverhalten des Fahrers ankommt. Wird das Auto oft in der Stadt und für kleine Strecken gebraucht, sei Elektro tatsächlich ökologischer.

 

Kfz-Versicherung: GDV stellt neue Typklassen vor

Der Versicherungsdachverband GDV hat am Mittwoch die neue Typklassen-Statistik für das kommende Jahr 2018 vorgestellt. In der Kfz-Versicherung können Typklassen die Höhe der Versicherungsprämie beeinflussen. Eher ungünstige Einstufungen haben dabei Luxusautos, Jeeps und SUV.

Wie hoch die Prämie in der Kfz-Versicherung ausfällt, hängt auch von den sogenannten Typklassen ab. Je niedriger die Typklasse, desto günstiger für den Autofahrer. Denn sie spiegelt die Schadens- und Unfallbilanz jeden in Deutschland zugelassenen Automodells wieder, wofür die Fahrzeugschäden und Reparaturkosten der letzten drei Jahre eingerechnet werden, die Versicherer zahlen mussten.

Singt die Anzahl der Schäden, landet das Auto in einer niedrigeren Typklasse. Werden mehr Schäden gezählt, steigt sie. Verbindlich sind die Klassen aber nicht: es ist den Versicherern freigestellt, sich an ihnen zu orientieren. Fast alle tun dies aber und rechnen Änderungen in der Prämie jeweils zur Hauptfälligkeit ein, also in der Regel zum Jahreswechsel.

In der Kfz-Versicherung gibt es 16 Typklassen (10-25), wofür vor allem Unfälle maßgeblich sind. In der Vollkasko 25 Typklassen (10-34): Hier werden auch Diebstahl, Wildunfälle und andere Kaskoschäden mit eingerechnet. Die Teilkasko kennt 24 Typklassen (10-33). Insgesamt berücksichtigt der GDV mehr als 26.000 Fahrzeugmodelle.

Kleinwagen haben oft niedrige Typklasse

Am Mittwoch hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) nun die aktuelle Fassung der Typklassen-Statistik bekanntgegeben. Obwohl hier nicht alle Fahrzeugmodelle vorgestellt werden können, lässt sich eine deutliche Tendenz beobachten. Leistungsstarke Oberklasse-Modelle und Geländewagen werden in eine hohe Typklasse eingestuft. Ein Beispiel hierfür ist die aktuelle Generation des BMW 370D. Hingegen landen Kleinwagen wie der Citroen C4 oder KIA Picanto in einer günstigeren Typklasse, denn diese Fahrzeuge erzeugen im Schnitt weniger Schadenskosten.

Für die meisten Fahrer aber ändert sich nichts. Fast drei Viertel aller Fahrzeuge behalten in der Kfz-Haftpflichtversicherung die Typklasse, die sie zuvor schon hatten. Die Typklasse allein lässt übrigens keinen Rückschluss auf die Entwicklung des gesamten Kfz-Versicherungsbeitrages zu. Eingerechnet werden müssen auch andere Faktoren: etwa die Regionalklasse, also ob am Ort der Zulassung oft Schäden auftreten.

Aber auch individuelle Faktoren des Fahrzeughalters wie Alter, Zahl der Unfälle etc. finden bei der Versicherungsprämie Beachtung. Einfluss auf den Preis haben auch Größen wie die Verwaltungskosten eines Versicherers oder der Leistungskatalog des Tarifes. Und schon die Vereinbarung einer jährlichen Zahlweise der Prämie kann die Kosten deutlich senken. Hier hilft ein Beratungsgespräch, falls Autofahrer mit dem Wechsel ihres Kfz-Tarifs liebäugeln. Wer die Typklassen seines Autos abfragen will, findet die genaue Einordnung unter der Adresse https://www.gdv-dl.de/komplexe-suche/

 

eVB-Nummer: Damit ein Crash mit dem neuen Auto nicht teuer wird

Wer ein Auto neu zulässt, benötigt in Deutschland eine sogenannte eVB-Nummer, um das Gefährt von A nach B zu transportieren. Mit der Elektronischen Versicherungsbestätigung (eVB) soll sichergestellt sein, dass das Auto auch vor Beginn der Zulassung einen Versicherungsschutz hat. Aber dabei gibt es einiges zu beachten, denn nicht immer ist ein Kaskoschutz inkludiert.

Wenn jemand in Deutschland einen Neuwagen kauft, einen Gebrauchtwagen ummeldet oder ein stillgelegtes Fahrzeug wieder anmelden will, braucht er in der Regel eine elektronische Versicherungsbestätigung (eVB). Selbst für Kurzkennzeichen oder die nachträgliche Änderung eines Saisonkennzeichens ist diese Nummer erforderlich, die aus sieben Zahlen und Buchstaben besteht. Die eVB ist ab Abschluss über einen begrenzten Zeitraum hinweg gültig: Üblich sind hierbei 30 Tage.

Eine entsprechende Nummer bekommt man ganz einfach auf Anfrage bei den Kfz-Versicherern oder einem Vermittler. Die Anfrage ist mittlerweile bei vielen Versicherern online und per App möglich, die Nummer ist dann sofort gültig. Ein deutlicher Vorteil gegenüber der früheren Doppelkarte, die lange Zeit dazu diente, auf der Zulassungsstelle eine Kfz-Haftpflicht nachzuweisen. Heute muss der Halter nicht mehr warten, bis das Dokument per Post an die Zulassungsstelle geschickt wurde, sondern kann das Auto mit der eVB sofort anmelden.

Vorsicht: Kaskoschutz eingeschlossen?

Gerade die Tatsache, dass man eine eVB leicht und problemlos bekommt, kann sich aber als heimtückisch entpuppen. Denn eVB-Nummer ist nicht gleich eVB-Nummer! Zwar beinhaltet jeder entsprechende Vertrag einen Kfz-Haftpflichtschutz. Aber es gibt tatsächlich Angebote, die nur eine eingeschränkte Kaskoversicherung bieten. Die Konsequenzen können bitter sein. Wenn der Fahrer bei der Überführung des Wagens einen selbstverschuldeten Unfall baut, kann es passieren, dass er den Schaden am eigenen Fahrzeug nicht ersetzt bekommt.

Vergleicht man die unterschiedlichen Bedingungen, die Gesellschaften an die Herausgabe einer eVB-Nummer knüpfen, dann muss man sich die Frage stellen, wann der Kunde überhaupt eine Deckung bei einem Kaskoschaden hat. So machen es einige Versicherer zur Bedingung für den Kaskoschutz, dass der Versicherungsnehmer nicht mehr als einen Teilkaskoschaden in den letzten Jahren hatte und die Typklasse nicht größer als 30 sein darf. Ein teurer Sportwagen, der statistisch oft in Unfälle verwickelt ist, genießt dann unter Umständen keinen Schutz. Manche Versicherer schreiben auch eine Selbstbeteiligung für die Kasko fest. Details, über die sich ein angehender Fahrzeughalter informieren sollte!

Denn krachen kann es schnell. Das Unfallrisiko bei Überführungen besteht nicht nur auf längeren Strecken, etwa wenn man ein Auto aus einer anderen Stadt abholt. Schon bei kurzen Distanzen bedeuten selbstverschuldete Unfälle ein Risiko. Schließlich ist das Auto neu und ungewohnt, so dass sich ein Fahrer schnell ablenken lässt. Und schon hat man beim Ausparken einen anderen PKW übersehen, weil man sich noch mit den Bedienelementen des Cockpits vertraut machen musste oder der Spiegel falsch eingestellt war. Hier hilft ein Beratungsgespräch, sich über eVB-Nummern kundig zu machen.

 

 

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