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Rentenerhöhung – Im Juli steigen die Renten! 

Drei Senioren halten glücklich Daumen hochGute Nachrichten für Ruheständler: Sie werden im Juli eine „spürbare Verbesserung“ erfahren, wie Axel Reimann, Präsident der Deutschen Rentenversicherung (DRV) berichtet. Demnach werden die Renten sowohl in Ost als auch West deutlich angehoben. 

Während jahrelang die Renten stagnierten oder nur gering anzogen, können sich die Rentner zum Juli 2015 auf höhere Altersbezüge freuen. Allerdings fällt die Rentenerhöhung in Ost und West unterschiedlich aus. In den alten Bundesländern steigen die Renten um 2,1 Prozent, in den neuen um 2,5 Prozent, teilt die Rentenversicherung mit.

Der Grund für den unterschiedlichen Anstieg: Die Höhe der Renten ist maßgeblich abhängig von der Lohnentwicklung im Vorjahr. In den neuen Ländern sind die Löhne dem Statistischen Bundesamt zufolge im Schnitt um 2,5 Prozent gestiegen und damit um 0,4 Prozentpunkte mehr als in den alten Ländern. Folglich erhalten Ostrentner auch mehr Geld.

Bei einer monatlichen Rente von 1.000 Euro haben Ruheständler im Westen monatlich 20,97 Euro mehr in der Tasche, im Osten beträgt das Plus 25,01 Euro. Und die positive Entwicklung könnte vorerst anhalten, denn auch 2016 rechnen Rentenexperten mit steigenden Altersbezügen. Angesichts der aktuell niedrigen Inflation komme es „zu einer spürbaren Verbesserung des Realeinkommens“, sagt Axel Reimann, Präsident der Rentenversicherung, dem Berliner Tagesspiegel.

Warnung vor zunehmender Altersarmut 

Die kurzfristigen Trends sind also durchaus im Sinne der Ruheständler – die langfristigen hingegen weniger. So warnt der Paritätische Wohlfahrtsverband, die Armut sei bei Rentnern und Pensionären seit 2006 um 47,5 Prozent angestiegen. Wie passt das zusammen angesichts steigender Renten? Hintergrund sind u.a. zunehmend brüchige Erwerbsbiographien: Immer mehr Erwerbstätige werden längere Zeit arbeitslos oder müssen mit Niedriglohn- und Teilzeitjobs Vorlieb nehmen. Das wirkt sich negativ auf die zu erwartende Rente aus.

Und es droht eine weitere Verschärfung der Situation. Bis zum Jahr 2030 soll das Netto-Rentenniveau auf 43 Prozent sinken, so sieht es das RV-Nachhaltigkeitsgesetz vor. Neurentner, die zu dieser Zeit erstmals ihr Ruhestands-Salär erhalten, werden dann eine weit größere Lücke zwischen ihrem früherem Einkommen und Rente zu schließen haben. Selbst Durchschnittsverdiener drohen, unter das Niveau der Grundsicherung zu rutschen, wie etwa Modellrechnungen der Rentenversicherung zeigen. Denn die Gesellschaft altert, was auch die Sozialkassen belastet: Immer mehr Rentnern stehen immer weniger Beitragszahler gegenüber.

Private Altersvorsorge ist deshalb ein Thema, das jeder Bundesbürger ernst nehmen sollte. Dies gilt auch in Zeiten des Niedrigzinses. Welche Vorsorgeform man wählt, hängt dabei auch von persönlichen Vorlieben ab: Soll es eine möglichst sichere Anlage sein, die aber weniger Rendite verspricht? Oder ist man bereit, etwas mehr Risiko einzugehen? Sei es eine Riester-Rente, eine Lebensversicherung, ein Banksparplan, Investmentfonds oder die betriebliche Altersvorsorge: Die Möglichkeiten sind so bunt wie vielfältig! Ein Beratungsgespräch kann helfen, die passende Vorsorgeform zu finden.

Schmidtke René

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