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Nach „Elvira“ kommt „Frederike“

Nach den schweren Überschwemmungen in Süddeutschland droht schon die nächste Unwetter-Front. Frederike, so hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) das aufziehende Tief genannt, könnte speziell in der Mitte Deutschlands schwere Schäden anrichten. Die Auswirkungen sind noch von der Hochwasserkatastrophe 2013 bekannt: Frederike könnte anhaltenden Starkregen und Hagel mit sich bringen.

Hausbesitzer, aufgepasst! Deutschland befindet sich im Würgegriff mehrerer Schlechtwetterfronten. Das Tief „Elvira“, welches in Süddeutschland für überschwemmte Innenstädte, Geröll auf den Straßen und umgestürzte Bäume sorgte, ist kaum nach Westen abgezogen, die Schäden noch nicht alle erfasst. Da kommt mit Frederike schon das nächste Unwetter auf Deutschland zu.

„Friederike“ ist ein trügerischer Name für das Tief, welches sich von Polen aus nähert. Bedeutet der weibliche Vorname doch „die Friedensreiche“. Wahrscheinlicher ist, dass Friederike bei vielen Immobilien-Eignern sorgenvolle Falten hervorrufen wird. Das Tief werde einige Tage bleiben und Hagel und Starkregen mit sich bringen, so berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Bedroht ist diesmal vor allem Mitteldeutschland und der Norden.

Doch auch in Niederbayern hieß es am Mittwoch wieder: „Landunter!“. Im Landkreis Rottal-Inn musste der Katastrophenalarm ausgerufen werden. Gemeinden in der Region berichten von meterhohen Wassermassen, nach Polizeiangaben wurden Menschen sogar mit dem Hubschrauber von Dächern gerettet.

Elementarschadenversicherung immer wichtiger

Die aktuellen Unwetterereignisse zeigen: Es ist für Hausbesitzer wichtig, die eigenen vier Wände mit einer Elementarschadenversicherung gegen Naturgefahren zu versichern. Und das gilt längst nicht mehr nur, wenn das Haus in der Nähe eines Gewässers gebaut wurde, etwa an einem Fluss oder See. Starkregen kann rein theoretisch überall auftreten und für Wassermassen sorgen, die kaum zu kontrollieren sind. Anhaltende Niederschläge können dafür sorgen, dass Pfützen oder Rinnsale in kurzer Zeit zu Bächen werden, der Keller und Garagen überschwemmen. Laut Deutschem Wetterdienst ist in den nächsten Jahren mit einer Zunahme an Starkregen zu rechnen.

Beim Blick ins Bedingungswerk sollte geschaut werden, ob der Versicherer auch bei Schäden durch Rückstau leistet. Nur dann kommt der Versicherer auf, wenn zum Beispiel Regenwasser aus den gebäudeeigenen Ableitungsrohen und anderen Entwässerungs-Einrichtungen in das Haus eintritt. Auch sollten alle drei Möglichkeiten einer Überschwemmung laut Vertrag eingeschlossen sein: Überschwemmungen verursacht durch Niederschläge wie Starkregen, durch die sogenannte Ausuferung (also wenn ein Fluss über die Ufer tritt) sowie Grundwasser, das an die Oberfläche gelangt. In vielen Verträgen ist gerade die Gefahr durch Grundwasser oft nicht mitversichert.

Schnell den Versicherer informieren!

Was aber sollten Inhaber einer Elementar-Police tun, wenn ein Schaden am Haus aufgetreten ist? Wichtig ist es, so schnell wie möglich den Versicherer zu informieren, damit er den Schaden begutachten kann. Hierfür empfiehlt es sich, den Schaden mit Fotos, Kaufbelegen und Zeugen zu dokumentieren.

Kurz nach dem Unwetter sollten die Schäden so gering wie möglich gehalten werden. Zerstörte Fenster können Hausbesitzer etwa provisorisch abdichten, damit nicht weiter Regen eindringt, auch Sandsäcke vor gefährdeten Türen verhindern Schlimmeres. Wichtig: Lieber auf waghalsige Manöver verzichten, wenn die Gefahr nicht einzuschätzen ist! Einige Menschen sind bereits bei dem Versuch ertrunken, Hab und Gut zu retten, etwa weil sie sich in bedrohte Kellerräume oder tiefliegende Garagen begeben haben. Dann lieber Rücksicht auf das eigene Wohlbefinden nehmen.

Übrigens ist es ratsam, erst die Begutachtung des Versicherers abzuwarten, bevor ein Handwerker-Betrieb mit der Reparatur beauftragt wird. Schließlich muss die Versicherung die Chance haben, die genaue Höhe des Schadens zu ermitteln. Sonst kann es passieren, dass der Versicherer seine Leistung kürzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schmidtke René

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