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Geldanlage – Aktien wieder beliebter 

BörseWie das Geld anlegen? Eine Möglichkeit sind Aktien und Aktienfonds. Viele Bundesbürger scheuen diese Anlageformen, weil sie ein gewisses Risiko bergen. Der Dachverband der deutschen Aktiengesellschaften meldet aber ein neues Hoch: Aktuell seien 9,01 Millionen Bundesbürger in Aktien investiert. 

Es gibt wieder ein kleines Aktien-Hoch in Deutschland! Im Jahresschnitt 2015 kamen 560.000 neue Aktionäre hinzu, wie das Deutsche Aktieninstitut (DAI) am Dienstag in Frankfurt berichtete. Damit liegt die Zahl der Aktionäre nun bei 9,01 Millionen Anlegern. Das ist der höchste Stand seit 2012, als bundesweit knapp 9,5 Millionen Aktionäre investiert waren.

Sicherheit ist Bundesbürgern wichtig

Traditionell gelten die Bundesbürger als vorsichtige Anleger. Bei einer Umfrage des GFK-Vereins  vor rund einem Jahr war die Immobilie die am häufigsten genannte Geldanlage (45 Prozent), dicht gefolgt vom Sparbuch (43 Prozent) und dem Bausparvertrag (31 Prozent). Mit anderen Worten: Man baut lieber ein Eigenheim, als das Kapitalmarktrisiko zu tragen.

Auch die Lebensversicherung steht natürlich beim Thema Altersvorsorge hoch im Kurs: Die Bundesbürger besitzen in der Summe über 90 Millionen Verträge! Viele Sparer haben folglich sogar mehrere Policen abgeschlossen. Zum Vergleich: Aktien sind nur bei 14 Prozent der Deutschen gefragt. Im internationalen Vergleich stehen die Deutschen damit bei den Aktien sehr weit hinten. In den USA besitzt jeder zweite Einheimische entsprechende Wertpapiere, in der Schweiz immerhin noch jeder fünfte.

Dennoch beobachtet Christine Bortenlänger, geschäftsführende Vorständin des Deutschen Aktieninstitutes, ein Umdenken. „Die Deutschen fassen wieder Vertrauen in die Aktie“, kommentiert die Managerin. Kurzfristige Ausschläge nach oben und unten werden von den Verbrauchern scheinbar eher akzeptiert, da sie beobachten, dass sich die langfristige Aktienrendite oft positiv entwickelt. „Wenn Anleger in der Aktie kein kurzfristiges Spekulationsobjekt mehr sehen, sondern eine nachhaltig renditeträchtige Anlageform, ist dies ein gutes Zeichen für die Aktienkultur in Deutschland“.

Mehrere Anlageformen mischen

Auch die Versicherer haben die Zeichen der Zeit erkannt und bieten längst Renten- und Lebensversicherungen an, bei denen die Rendite-Chancen des Aktienmarktes mit der relativen Sicherheit von Versicherungslösungen kombiniert werden. Sogenannte Zwei-Topf-Lösungen verbinden zum Beispiel Fondssparen mit einem klassischen Deckungsstock und sind sogar als staatlich geförderte Riester-Rente abschließbar. Wie alle Anlageformen haben diese Verträge Vor- und Nachteile, die bei einem Beratungsgespräch erörtert werden können.

Auch wer auf die Versicherungslösung verzichten und selbst in Aktien oder Aktienfonds investieren will, dem bieten sich Möglichkeiten. Wichtigste Regel hierbei: Das Geld sollte auf mehrere Anlageformen verteilt werden, so minimiert man das Risiko. Denn ganz risikofrei ist kein Investment. Schon der griechische Denker Epikur wusste: „Wir dürfen nie vergessen, dass die Zukunft zwar gewiss nicht in unsere Hand gegeben ist, dass sie aber ebenso gewiss doch auch nicht ganz außerhalb unserer Macht steht.“

Schmidtke René

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