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Deutsche Versicherer zahlen pro Sekunde 5.200 Euro an Kunden aus

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) kommt aktuell mit einer interessanten Statistik um die Ecke. Für das Statistische Taschenbuch 2016, das wichtige Daten der Branche versammelt, hat der Branchenverband nämlich ausgerechnet, wie viel Geld die Versicherer pro Sekunde an ihre Kunden auszahlen. Das stolze Ergebnis: 5.200 Euro fließen pro Sekunde an Schadensaufwendungen an die Bundesbürger und andere Kunden in aller Welt!

Im vergangenen Jahr haben die Versicherer Leistungen im Wert von 163,7 Milliarden Euro erbracht, so berichtet der GDV weiter. Allein 115,5 Milliarden Euro entfielen dabei auf die Lebensversicherung – das bedeutet den zweithöchsten jemals ermittelten Wert in der Sparte. Die Schaden- und Unfallversicherer hatten vor allem unter den Kosten schwerer Unwetter zu leiden, so dass hier die Aufwendungen um 5,8 Prozent auf nun 48,1 Milliarden Euro stiegen.

Mit der Statistik will der Versicherer-Dachverband auch die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Branche betonen. „Mit rund 428 Millionen Verträgen übernehmen die deutschen Versicherer Risiken im Alltag nahezu jeden Bürgers und Unternehmens“, heißt es auf der Webseite.

Kein Fußballspiel könnte in Deutschland stattfinden, kein Auto dürfte fahren und kaum eine Firma ihrer Tätigkeit nachgehen, wenn nicht Versicherer für die finanziellen Risiken von Schäden einstehen würden. Und mit Beitragseinnahmen von knapp 194 Milliarden Euro gehört die Versicherungswirtschaft zu den umsatzstärksten Branchen.

Nicht vergessen werden soll auch der Beitrag für die Alters- und Vermögenssicherung der Deutschen. Im Jahr 2015 verwalteten die Lebensversicherer 91 Millionen Verträge an Lebens- und Rentenversicherungen. Das sind ungefähr 11 Millionen mehr, als es Bundesbürger gibt! Keine private Vorsorgeform ist bei den Bundesbürgern so beliebt. Zum Vergleich: die Zahl der Aktionäre und Aktienfondsbesitzer lag im Vorjahr bei „nur“ 9 Millionen, wie das Deutsche Aktieninstitut berichtet.

 

Schmidtke René

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