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Deutsche Rentenversicherung veröffentlicht neue Zahlen zur Rente 

Altersarmut Versorgungslcke MinijobsGegen Ende 2014 erhielten knapp 18 Millionen Menschen eine Altersrente von der Gesetzlichen Rentenversicherung ausgezahlt. Das geht aus einer aktuellen Veröffentlichung der DRV hervor. Die Zahlen zeigen, dass selbst Menschen, die lange Jahre Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt haben, im Alter mit einer Versorgungslücke rechnen müssen. Besonders von Altersarmut bedroht sind Frauen. 

Im Schnitt erhielten die Bundesbürger 2014 eine Rente von etwas mehr als 800 Euro im Monat, so Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung. Diese Zahl allein ist allerdings wenig aussagekräftig, da sowohl zwischen den Geschlechtern als auch regional große Unterschiede bestehen. Zahlen für das abgelaufene Jahr 2015 liegen hingegen noch nicht vor.

Hohes Armutsrisiko für Frauen in alten Bundesländern

Während in den alten Bundesländern die Männer im Schnitt 1.020 Euro Altersrente erhielten, mussten Frauen sich mit knapp 570 Euro Monatsrente begnügen. Ein Grund hierfür ist darin zu sehen, dass Frauen aufgrund ihrer Erziehungszeiten die Erwerbsarbeit oft unterbrachen oder Teilzeitjobs hatten, die folglich geringere Rentenansprüche nach sich ziehen.

Etwas besser sieht es für Ruheständlerinnen in Ostdeutschland aus, da die Erwerbstätigkeit der Frauen zu DDR-Zeiten deutlich höher war. Ost-Rentnerinnen erhalten im Schnitt eine Monatsrente von knapp 830 Euro. Die Männer aus Ost gingen mit einer durchschnittlichen Rente von 1.111 Euro nach Hause.

Es droht eine Rentenlücke

Noch niedriger waren die Altersbezüge jener Generation, die 2014 erstmals in Rente ging. Die 830.000 Neurentner des Jahrgangs erhielten im Durchschnitt 750 Euro pro Monat. Ein Trend, der befürchten lässt, dass eine zunehmende Zahl an Senioren auf Sozialleistungen angewiesen sein wird, um über die Runden zu kommen. Und tatsächlich droht sogar Durchschnittsverdienern eine Rentenlücke.

2014 belief sich das Rentenniveau im Schnitt noch auf 48 Prozent eines durchschnittlichen Arbeitnehmergehalts (2.900 Euro nach Abzug der Sozialabgaben, aber vor Abzug der Steuern). Das sind brutto 1.287 Euro. Das Rentenniveau wird aber bis zum Jahr 2030 auf 43 Prozent fallen und dann kaum mehr über 1.000 Euro Monatsrente liegen. Hier droht vielen Bürgern die Altersarmut! Es empfiehlt sich also, zusätzlich privat vorzusorgen. Welche Möglichkeiten es hierfür gibt, kann in einem Beratungsgespräch erörtert werden.

 

Schmidtke René

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