0341 23064750

Sachversicherung

Cyber-Attacken bedrohen Unternehmer

Erneut greift eine Erpressungssoftware um sich: „Bad Rabbit“ wütet vor allem in Russland und der Ukraine, hat aber auch schon Rechner in Deutschland befallen. Grund genug, noch einmal auf das Thema Cyber-Sicherheit hinzuweisen: und die entsprechenden Versicherungen hierzu. Denn speziell für kleine und mittelständische Unternehmer können solche Angriffe existenzbedrohend sein.

Ein neuer Erpressungstrojaner greift derzeit um sich: „Bad Rabbit“ heißt die Schadsoftware, oder auf deutsch: „Böser Hase“. Dass es sich dabei um ein ernstes Problem handelt, zeigt die Tatsache, dass sogar die US-Regierung schon öffentlich davor warnte. Und dass durchaus große Unternehmen von der Ransomsoftware betroffen sind: und zwar derart, dass der Geschäftsbetrieb gestört wurde.

Wie die Nachrichtenagentur „Reuters“ berichtet, hatte unter anderem der Flughafen in Odessa Probleme, es kam zu Verspätungen. Mehrere Tageszeitungen waren stundenlang nicht erreichbar. Und erste deutsche Rechner sollen infiziert sein, das Schadprogramm könnte schnell um sich greifen.

Existenzbedrohendes Risiko

Hackerangriffe und Schadsoftware bedeuten längst ein milliardenschweres Risiko für die deutsche Wirtschaft. Jedes Unternehmen kann es treffen, das irgendwie am Netz hängt und mit Computern arbeitet: sei es ein kleiner Online-Versandhandel, ein Handwerksbetrieb oder eine Autowerkstatt. Viele Firmen treffe ein solcher Angriff völlig unvorbereitet, berichtet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Die Schäden können existenzbedrohend sein.

Das zeigt sich auch bei „Bad Rabbit“. Die Erpresser-Software verschlüsselt wichtige Dateien auf dem Rechner und kann Programme schädigen. Der Nutzer wird sozusagen aus seinen eigenen Anwendungen „ausgesperrt“. Dann fordern die Erpresser ein Lösegeld in Form von Bitcoins, damit sie die Programme wieder freischalten. In der Regel erleben die Betroffenen eine böse Überraschung: auch nach Zahlung des Geldes können sie nicht mehr auf die Dateien zugreifen, denn oft sind sie irreparabel beschädigt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat in früheren Fällen davon abgeraten, den Kriminellen Geld zu überweisen.

Die Konsequenzen eines solchen Angriffes können bitter sein. Die Produktion muss unter Umständen gestoppt, Waren können nicht ausgeliefert werden. Wichtige Kundendaten sowie die Korrespondenz gehen auch verloren. Oft dauert es Tage oder sogar Wochen, bis alles wieder derart hergestellt ist, dass der Geschäftsbetrieb wie gewohnt weitergeführt werden kann. In der Zwischenzeit müssen trotzdem Löhne gezahlt werden – im Zweifel auch Schadensersatz für nicht erbrachte Leistungen. Und wenn sensible Kundendaten entwendet werden, steht sogar ein Verstoß gegen das Datenschutzgesetz im Raum.

Cyberversicherung – junge, aber wichtige Sparte

Aufgrund der potentiell hohen Schäden stellt sich die Frage, wie man sich finanziell vor den Folgen von Hacker-Angriffen schützen kann. Hier kommt die sogenannte Cyber-Versicherung ins Spiel. In Deutschland ist diese Sparte noch vergleichsweise jung und wenig verbreitet. Laut einer Umfrage des Branchenverbandes Bitcom haben nur 27 Prozent der Unternehmer eine entsprechende Police abgeschlossen. Doch die Anbieter haben auch für kleine Unternehmen passgenauen Schutz.

Der Versicherungsdachverband GDV hat im Frühjahr Musterbedingungen für Cyber-Versicherungen vorgelegt. Diese enthalten unverbindliche Empfehlungen, was eine solche Police mindestens enthalten soll. Unter anderem ist hierin eine Art Haftpflicht-Baustein für Drittschäden vorgesehen, wenn Kunden wegen der Attacke ihre Leistung nicht erhalten und Schadenersatz fordern. Mit Blick auf Eigenschäden sollte die Betriebsunterbrechung abgesichert sein. Weitere Leistungen sind für die Krisenkommunikation, die Wiederherstellung der Computersysteme und den Ausfall des Gewinnes vorgesehen.

Aber natürlich ist es am besten, wenn erst gar nicht etwas passiert. Deshalb sollten Unternehmer gemeinsam mit Fachleuten ein Cyber-Risikomanagement implementieren. Mitunter helfen schon kleine Schritte: Sicherheits- und Antiviren-Programme aktuell halten und regelmäßig updaten, verdächtige Email-Anhänge nicht öffnen, regelmäßig Back-ups durchführen. Schließlich geht es um die Existenz der eigenen Firma!

 

Neue Kennzeichnungspflicht für Drohnen-Piloten

Drohnen-Piloten, aufgepasst! Seit dem 1. Oktober besteht eine Kennzeichnungspflicht für die Flugobjekte. Und wer eine Drohne über zwei Kilo steuert, muss sogar eine Art Führerschein besitzen. Eine Versicherungspflicht für Kopter besteht sogar bereits seit dem Jahr 2016. 

Drohnen sind längst nicht mehr nur ein Thema für Freaks und Technikbegeisterte: Sie entwickeln sich zum Massenphänomen. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) rechnet für das Jahr 2017 mit 600.000 verkauften Koptern: Schon im Vorjahr gingen rund 400.000 Exemplare über die Ladentheken. Die Vorteile liegen auf der Hand. Wer tolle Panorama-Bilder machen will, muss längst nicht mehr mit dem Hubschrauber in die Lüfte steigen. Es reicht eine Drohne mit entsprechender Kamera-Ausstattung für sensationelle Videos und Fotos. Und auch für Wartungs- und Inspektionsaufgaben werden die kleinen Flieger gern eingesetzt, etwa, um Dächer und Gemäuer zu inspizieren.

Kennzeichnungspflicht und Drohnen-Führerschein

Drohnen bedeuten jedoch auch ein Risiko für Mensch und Verkehr. Das ist ein Sachverhalt, den viele Hobbypiloten unterschätzen. Und weil das so ist, hat der Gesetzgeber zusätzliche Pflichten für die Flugobjekte beschlossen. Seit dem 1. Oktober besteht eine Kennzeichnungspflicht für alle Flieger ab 250 Gramm Gewicht. Die Drohnen müssen mit einer feuerfesten Plakette versehen werden, auf denen die Adresse und der Name des Halters eingraviert sind. Wer eine Drohne ab zwei Kilogramm Fluggewicht steuern will, muss zudem einen Flugkundenachweis erbringen, auch Drohnen-Führerschein genannt. Ab fünf Kilo Gewicht benötigt man sogar eine Starterlaubnis der örtlichen Luftfahrtbehörde.

Der Grund für die neue Kennzeichnungspflicht dürfte einleuchten. Wenn Drohnen einen Schaden verursachen, soll der Halter schnell ausfindig gemacht werden können. Und dieser hat dann hoffentlich auch eine entsprechende Haftpflichtversicherung. Denn schon seit 2016 gilt auch für Hobbyflieger: Haftpflicht ist Pflicht! Jeder, der einen Kopter steuert, muss sich mit einem entsprechenden Vertrag gegen Schadensersatzforderungen Dritter wappnen. Das gilt unabhängig von Gewicht und maximaler Flughöhe des Kopters.

Privathaftpflicht- oder Drohnenversicherung

Eine Privathaftpflichtversicherung bietet für Hobbyflieger begrenzten Schutz, auch wenn viele Anbieter in den letzten Jahren nachgebessert haben. In der Regel sehen die Verträge ein bestimmtes Höchstgewicht von fünf bis 25 Kilo sowie eine begrenzte Versicherungssumme vor. Achtung!: Für Schäden durch Drohnen zahlen die Versicherer nur dann, wenn die Leistung im Vertrag explizit genannt wird. Gerade bei älteren Verträgen kann hier eine Lücke bestehen: Entsprechend sollten sich Drohnenbesitzer nach einem neueren Vertrag umschauen oder eine Extrapolice für Drohnen abschließen.

Darüber hinaus werden auch spezielle Drohnenversicherungen auf dem Markt angeboten. Wer gewerblich eine Drohne steuert, braucht auch hier einen extra Schutz und muss schauen, ob der Vertrag dies abdeckt. Dabei ist die Trennung von privater und gewerblicher Nutzung nicht immer einfach. Schon wenn ein Drohnen-Halter Fotos für Dritte anfertigt oder sie auf Facebook veröffentlicht, können die Bedingungen für die gewerbliche Nutzung erfüllt sein.

Wer einem Verein angehört, kann sich auch erkundigen, ob die Mitglieder mit einer Gruppenversicherung bereits abgesichert sind. Aber auch hierfür gibt es strenge Regeln. Viele Verträge schreiben etwa vor, dass die Drohne dann auch nur auf dem Vereinsgelände geflogen werden darf. Und wer sein Fluggerät darüber hinaus nutzen will, braucht dann ebenfalls eine extra Police. Hier schafft ein Beratungsgespräch Aufklärung.

 

Wissenslücken bei der Altersvorsorge

Ein Studie bestätigt erneut, was auch schon vorherige Untersuchungen gezeigt haben: Viele Bundesbürger haben Wissensdefizite, wenn es um Altersvorsorge und Finanzen geht. Das hat auch damit zu tun, dass diese Themen in den Schulen kaum behandelt werden.

Nur jeder dritte Bundesbürger sagt von sich, dass er relevantes Finanzwissen in der Schule erworben hat. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag eines großen Investmenthauses. Für die Umfrage wurden sowohl 1.014 Verbraucher ab 14 Jahren als auch 600 Finanzexperten aus der Finanzbranche, Journalismus, Verbraucherschutz und Lehrerschaft befragt.

Die größte Wissenslücke betrifft die Altersvorsorge

Die Umfrage zeigt zugleich, wo die Bürger selbst ihre größten Wissenslücken sehen. Hier steht die Altersvorsorge an erster Stelle: 89 Prozent der Befragten Verbraucher sagten, hier Defizite zu haben. Doch auch bei den Themen Zinsen und Schulden (79 Prozent), Zinsen und Sparen (76 Prozent) sowie Versicherungen (72 Prozent) sehen sich die Befragten nicht ausreichend im Bilde.

Bezüglich des Finanzwissens ist die Selbsteinschätzung der Verbraucher noch optimistischer als jene der Experten. So gegen sich die Verbraucher selbst die Schulnote 2,5, wenn sie ihre Finanzkompetenz bewerten sollen. Die Experten hingegen nur eine 3,8. Hieraus resultiert die Frage, was getan werden muss, damit die Bundesbürger besser informiert sind. Eine Antwort ist schnell gefunden: Das Thema Finanzen sollte in der Schule mehr Raum bekommen. Mehrere Bundesländer haben dies bereits umgesetzt oder entsprechende Modellversuche gestartet.

Doch das hilft jenen nicht, die bereits erwachsen sind. Auch hier gibt es freilich Reformideen. So kann das Finanzwissen etwa durch Weiterbildungs-Initiativen in Firmen und Betrieben verbessert werden. Und auch die Familien sind in der Pflicht. So sollten Eltern ihre Kinder ermutigen, sich bereits früh mit entsprechenden Fragen zu beschäftigen – zur Not durch Selbstschulung und Unterstützung, die man von außen einholt.

Sich informieren – und beraten lassen!

Ohne zusätzliche Altersvorsorge droht im schlimmsten Fall die Altersarmut, weil die Rente immer weniger Menschen ein auskömmliches Leben sichert. Wer bei sich selbst Beratungsbedarf sieht, sollte deshalb keine Scheu haben, sich an einen Fachmann zu wenden und ein Beratungsgespräch in Anspruch zu nehmen. Wer sich bereits vorab informiert, kann gezielt in der Beratung nachfragen, etwa nach Chancen und Risiken einer Geldanlage.

 

Privathaftpflicht – ein Neuvertrag kann sich lohnen! 

Neuere Privathaftpflichtversicherungen bieten oft bessere Leistungen als Altverträge. Das bestätigt auch ein aktueller Produktvergleich. Dennoch sollten Versicherte nicht um jeden Preis wechseln, sondern auch mögliche Nachteile beachten.

Mitunter empfiehlt es sich, die bestehenden Versicherungen daraufhin zu checken, ob nicht bessere Angebote auf dem Markt sind. Das gilt zwar nicht für alle Sparten gleichermaßen: Speziell bei Lebens- und Rentenversicherungen bieten Altverträge oft sehr gute Konditionen und einen hohen Zins. Hier kann sich oft glücklich schätzen, wer seine Police seit vielen Jahren hält. Aber gerade bei jenen Versicherungen, wo ein harter Preiskampf zwischen den Wettbewerbern herrscht, lohnt mitunter ein Blick auf Neuerungen.

Ein Beispiel hierfür ist die Privathaftpflichtversicherung. Hier haben viele Anbieter ihre Tarife in den letzten Jahren überarbeitet – und verbessert. Das bestätigt nun auch die Stiftung Warentest bei ihrem jüngsten Produktvergleich. Demnach bieten aktuelle Haftpflicht-Verträge häufig besseren Schutz als solche aus früheren Zeiten.

Bessere Leistungen für deliktunfähige Kinder

Ein Beispiel für erweiterte Leistungen sind Schäden, die durch Kinder verursacht werden. Zur Erinnerung: In der Regel ist die Privathaftpflichtversicherung eine Familienversicherung. Sie kommt folglich auch für Schäden auf, die durch die eigenen Kinder verursacht wurden. Allerdings gelten Kinder bis zur Vollendung des siebten Lebensjahres als nicht deliktfähig. Folglich haften sie auch nicht, wenn sie anderen hohe Kosten verursachen. Im Straßenverkehr gilt für Kinder sogar eine Altersgrenze von zehn Jahren.

Richtet ein Kind nun einen Schaden an, obwohl es nicht deliktfähig ist, wird die Versicherung zunächst prüfen, ob die Erziehungsberechtigten ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Nur dann erbringt sie eine Leistung – anderweitig bleibt der Geschädigte auf seinen Kosten sitzen. Das ist ärgerlich, wenn zum Beispiel ein Kind das teure Smartphone des Nachbarn zerbrochen hat, weil es mit dem Rad auf dem Gehsteig fuhr und den Nachbarn anrempelte. Anders jedoch, wenn Schäden durch deliktunfähige Kinder laut Vertrag eingeschlossen sind. Dann erbringt die Versicherung eine Leistung, in der Regel bis zu einem vertraglich vereinbarten Höchstbeitrag.

Hier haben tatsächlich viele Haftpflicht-Versicherer ihren Schutz in den letzten Jahren erweitert und entsprechende Klauseln zum Vorteil ihrer Kunden in die Verträge hineingenommen. Auch die versicherten Summen wurden zum Teil heraufgesetzt. Es lohnt also nachzulesen, ob sich die Bedingungen bei neueren Verträgen verbessert haben.

Ein weiteres Beispiel für verbesserte Leistungen: Gefälligkeitsschäden sind in neueren Verträgen oftmals umfangreicher abgesichert. Also zum Beispiel, wenn man einem Freund beim Umzug hilft und dabei die teure Vase fallenlässt.

Nicht um jeden Preis wechseln!

Dennoch sollte man nicht voreilig einen Vertrag kündigen, sondern zuvor schauen, ob ein Wechsel auch Nachteile mit sich bringt. Oder, ob man überhaupt ein Neuvertrag findet – das gilt besonders bei solchen Versicherungssparten, für die Gesundheitsfragen beantwortet werden müssen. Hier wirken sich Alter und Vorerkrankungen derart negativ aus, dass man oft deutlich mehr zahlen muss – oder der Antragsteller gar keinen Vertrag findet.

Auch der Service des Versicherers ist ein Punkt, den Verbraucher nicht aus dem Auge verlieren sollten. Wer mit seinem Versicherer bereits gute Erfahrungen gemacht hat, etwa bei der Regulierung eines Schadens, der ist unter Umständen gut beraten, ihm treu zu bleiben. Im Zweifel sollten sich Wechselwillige deshalb von einem Versicherungsfachmann beraten lassen, ob ein Wechsel tatsächlich lohnt. Darüber hinaus bieten mittlerweile manche Tarife eine Update-Garantie an. Kommt es dann zu Leistungsverbesserungen in Neuverträgen, profitieren auch die Bestandskunden davon.

 

Bankschließfächer: Wie sieht es mit dem Versicherungsschutz aus?

Ein Bankschließfach ist doch einer der sichersten Orte der Welt? Denkste! Denn auch wer seine Wertsachen bei der Bank aufbewahrt, sollte sich vorher informieren, ob und in welchem Umfang mögliche Schäden versichert sind. Das zeigt ein aktuelles Beispiel aus der hessischen Provinz.
Viele Bürger wollen ihre Wertsachen, sei es geerbter Schmuck, eine teure Briefmarkensammlung, Bargeld oder ein Barren Gold, nicht in den eigenen vier Wänden aufbewahren. Sondern dort, wo sie vermeintlich sicher sind: in einem Bankschließfach hinter mehreren Türen, Überwachungskameras und den wachsamen Augen eines Wachdienstes. Dass dies ein gefährlicher Irrtum sein kann, mussten vor wenigen Wochen Bankkunden aus dem hessischen Landkreis Hildesheim erfahren.

Bankfächer waren nicht versichert

Die Kleinstadt Bad Salzdetfurth wurde von einer Überschwemmung heimgesucht, nachdem anhaltender Starkregen mehrere Flüsse über das Ufer treten ließ. Dabei wurde auch der Keller eines lokalen Geldinstitutes bis unter die Decke geflutet. Dumm nur, dass hier rund 280 Bankkunden ihre Wertsachen aufbewahrt hatten. Viele Bankkunden mussten hohe finanzielle Verluste durch den vollgelaufenen Keller verkraften. Doch von der Bank erhalten sie den Schaden nicht ersetzt, wie die „Hannoversche Allgemeine“ und der NDR übereinstimmend berichten.

Die Schließfächer besaßen schlicht keine Elementarschadenversicherung. Eine solche springt ein, wenn bei Hochwasser Schäden entstehen. Ganze 50 Euro hat die Bank ihren Kunden nun als Schadensersatz angeboten, obwohl manche einen hohen Verlust im fünfstelligen Bereich beklagten, weil Bargeld oder andere Gegenstände durch das Wasser kaputtgingen.

Schließfächer nicht immer versichert

Der Vorfall macht auf ein Problem aufmerksam, das vielen Bankkunden nicht bewusst ist. Wenn sie ein Schließfach mieten, bedeutet dies nicht automatisch, dass die darin aufbewahrten Gegenstände auch versichert sind. Kommt es dann zu einem Schaden durch Naturgewalten wie Feuer und Wasser oder wird gar der Inhalt geraubt, muss die Bank keinen Ersatz leisten. Hier gilt es, sich vorher in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu erkundigen, ob und in welchem Umfang die Sachen auch tatsächlich versichert sind.

Die gute Nachricht: Rund zwei Drittel aller Banken bieten ihre Schließfächer inklusive einer Versicherung an, so hat eine Untersuchung von Verbraucherschützern vor einigen Jahren ergeben. Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Oft beschränkt die Bank ihre Leistung auf einen bestimmten Höchstbetrag, der sehr unterschiedlich ausfallen kann. Üblich sind zum Beispiel 2.000 oder 5.000 Euro Versicherungssumme.

Wer seine Gegenstände in einem Schließfach unterbringen will, sollte also das Thema Versicherungsschutz nicht vernachlässigen. Unter Umständen kann es sich lohnen, eine extra Versicherung für die weggesperrten Sachen abzuschließen.

 

 

Auch im Sommer lauern Einbrecher und Diebe

Sommerzeit ist Diebstahlzeit! Das mag auch kaum verwundern, schließlich tun die Bürger so einiges, um der Hitze Einhalt zu gebieten. Da werden Fenster- und Terrassentüren offen gelassen, damit eine frische Brise in die Wohnung zu lassen. Oder man befindet sich gleich fürs Grillen im Garten, während man die Veranda-Türe offen lässt.

Zwar findet der Großteil der Einbrüche tatsächlich zwischen Oktober und März statt, berichtet die Polizei, also im Herbst und Winter. Aber auch im Sommer sind die Gefahren ungebrochen hoch: Gerade in der Urlaubszeit würden die Wohnungseinbrüche zunehmen. Neben angekippten Fenstern sind dabei auch offene Terrassentüren ein Risiko, das Diebe anlockt.

Dabei lassen sich die Täter selbst davon nicht abschrecken, dass es im Sommer abends länger hell ist. Entgegen dem Klischee schlagen viele Diebe nicht nur im Schutze der Dunkelheit zu. Fast die Hälfte der Einbrüche (41 Prozent) findet tagsüber zwischen 06:00 und 21:00 Uhr statt, so verrät die Polizeiliche Kriminalstatistik. Dabei haben es die Übeltäter vor allem auf Schmuck, Geld und Wertgegenstände abgesehen.

Sicher in den Urlaub

Ein Ziel für Einbrecher stellt das Eigenheim zum Beispiel dann dar, wenn es in der Urlaubszeit unbewohnt ist. Hier können schon kleine Tricks einen besseren Schutz gewähren. Grundsätzlich sollte man alles entfernen, was Einbrecher für einen Einstieg ins Haus nutzen könnten. Also Leitern, Mülltonnen oder Gartenmöbel besser in die Garage oder ins Haus stellen. Auch hohes Gras ist ein Zeichen, dass der Hausbesitzer verreist ist. Besser vorher den Rasen noch einmal mähen oder sogar in Zeiten der Abwesenheit mähen lassen. Schuppen und Keller sollten vor der Abreise gut verschlossen werden.

Darüber hinaus kann man die Einbrecher täuschen – indem der Verreisende den Eindruck erweckt, es sei jemand im Haus. Wenn Freunde oder Bekannte regelmäßig den Briefkasten leeren, so hat der Einbrecher kein Indiz für die Abwesenheit. Auch Lichter und Rollläden lassen sich mittlerweile per Haushalttechnik so fernsteuern, dass der Eindruck entsteht, es sei jemand da. Zum Beispiel, wenn das Licht in einem bestimmten Abstand eingeschaltet oder Rollläden hoch- und runtergelassen werden.

Auch Sicherheitstechnik kann einen Beitrag dazu leisten, dass Langfinger abgeschreckt werden. Laut Polizei ist es ein Irrtum, dass Alarm- und Lichtanlagen Einbrecher erst anlocken würden. Im Gegenteil: Je größer die Chance erwischt zu werden, desto eher lassen die Kriminellen ihre Finger von einer Wohnung. Schon ein Bewegungsmelder, der eine Rundumbeleuchtung im Einfamilienhaus in Gang setzt, kann einen Einbruch unter Umständen verhindern. Schließlich stehen die Übeltäter ungern im Rampenlicht. Wer einen guten Draht zu seinen Nachbarn hat, sollte sie vor der Abreise informieren, dass man verreist – und bitten, ein bisschen mit aufzupassen.

Sicher am Strand

Auch der Strand ist ein beliebtes Terrain für Diebe – Wissen sie doch, dass sich die Badegäste gern länger im Wasser aufhalten oder beim Federball Taschen unbeobachtet lassen. Auch hier sollte man vorsorgen: Zum Beispiel, indem man Wertgegenstände, Schmuck und größere Geldbeträge gleich gar nicht mitnimmt zum Baden. Bargeld und wichtige Dokumente sollte man in einer Brusttasche bei sich tragen. Und wer verdächtige Verhaltensweisen von anderen Gästen beobachtet, sollte sich nicht scheuen dies dem Badepersonal zu melden. Denn Diebe spionieren ihre Opfer häufig längere Zeit aus, bevor sie tätig werden.

 

 

Begriff „Zeitwert“ – Wertverfall mit eingerechnet

Laut vielen Versicherungsverträgen wird nicht der Neuwert einer Sache ersetzt, sondern der Zeitwert: das heißt, der Wertverfall wird mit eingerechnet. Für Versicherungsnehmer kann das mitunter ärgerlich sein. Zum Beispiel, wenn sie zum Teil die Kosten für einen Schaden übernehmen müssen, den sie gar nicht selbst verursacht haben.

Wer einen Versicherungsvertrag abschließt, wird in bestimmten Sparten schnell mit dem Begriff „Zeitwert“ konfrontiert. Was aber bedeutet dieser? Die Erklärung ergibt sich schon aus dem Wort selbst: Der Versicherer zahlt dann nicht den Neupreis einer versicherten Sache, sondern rechnet den zwischenzeitlichen Wertverfall mit ein, vor allem durch das Alter und den Verschleiß. Schließlich ist ein Computer, der vor vier Jahren gekauft wurde, heute viel weniger wert. Und das Auto auch.

Frau bekommt nur Teil des Schadens ersetzt, den sie selbst nicht verursachte

Ein typisches Beispiel für Versicherungen, bei denen der Zeitwert eine Rolle spielt, ist die Kfz-Haftpflichtversicherung. Und das kann sogar dann für Ärger sorgen, wenn man einen Schaden gar nicht selbst verursacht hat, sondern eine fremde Person. Das musste vor drei Jahren auf schmerzvolle Weise eine Thüringer Hausbesitzerin erfahren.

Die Frau wohnte an einer viel befahrenen Landstraße. Eines Tages kam ein Sattelschlepper eines Allgäuer Speditionsunternehmens von der Straße ab und fuhr in ihren Garten, wo das tonnenschwere Gefährt eine heillose Zerstörung anrichtete. Die Garage stürzte ein, ein Aufsitzrasenmäher und mehrere teure Geräte erlitten Totalschaden.

Obwohl die Frau überhaupt keine Schuld an dem Unfall hatte, blieb sie dennoch auf einem Teil ihrer Kosten sitzen. Eben deshalb, weil der Kfz-Versicherer des Brummifahrers ihr nur den Zeitwert der Garage ersetzte. Das Gebäude war bereits Ende der 80er Jahre erbaut worden, den daraus resultierenden Wertverlust rechnete der Versicherer ein und kürzte die Schadenssumme.

Doppelt bitter für die Frau: Das Geld reichte nicht, um die Garage wieder aufzubauen. Sie musste 28.000 Euro aus der eigenen Tasche zahlen. Doch auch vor Gericht erlitt die Frau eine Niederlage: Der Versicherer durfte den Wertverlust einrechnen.

Smartphone-Versicherung: Wenn der Versicherer deutlich kürzt

Eine andere wichtige Sparte, bei der man auf den Zeitwert achten sollte, sind Smartphone- und Elektronikversicherungen. Und das in doppelter Hinsicht. Während die Versicherer bei den oft teuren Verträgen nur den Zeitwert ersetzen, wenn das Gerät kaputt geht, so sehen die Verträge oft auch eine hohe Selbstbeteiligung vor. Diese Selbstbeteiligung orientiert sich aber am Neuwert des versicherten Smartphones, PCs oder Laptops!

Wenn dann die Reparatur nur 100 Euro kostet und der PC einen Neuwert von circa 1.000 Euro hatte, erhält der Versicherte keinen Cent von seiner Versicherung! Oft lassen sich Versicherungen sogar das Recht einräumen, den Selbstbehalt direkt vom Konto des Kunden abzubuchen – ohne vorher zu fragen, ob dies auch gewünscht ist.

Es lohnt sich also, auf derartige Vertragsklauseln zu achten. Denn sie sind mit entscheidend, ob und wie viel Geld man vom Versicherer im Schadensfall bekommt. Im Zweifel kann man immer einen Versicherungsfachmann fragen, was bestimmte Formulierungen in den Vertragsbedingungen bedeuten.

 

Privathaftpflicht – Über Leistungen informieren!

Die Mehrheit der Deutschen kennt die Standardleistungen einer Privathaftpflichtversicherung nicht. Das brachte jüngst eine Studie zu Tage. Dabei ist es durchaus empfehlenswert sich damit zu beschäftigen, was innerhalb eines Vertrages abgesichert ist und was nicht. Denn zwischen den Anbietern gibt es Unterschiede – und im Zweifel drohen Absicherungslücken.

Die Privathaftpflichtversicherung zählt in Deutschland zu den verbreitetsten Versicherungssparten. Mehr als 45 Millionen Verträge haben die deutschen Versicherer laut dem Branchenverband GDV in ihrem Bestand. Und das ist auch gut so, denn die Privathaftpflicht zählt auch zu den wichtigsten Versicherungen.

Wer einer dritten Person schweren Schaden zufügt, haftet laut Bürgerlichem Gesetzbuch mit dem gesamten Privatvermögen – ein Leben lang. Schon eine Unachtsamkeit beim Radfahren kann dazu führen, dass man versehentlich einen Passanten umstößt und sich mit Schadensforderungen im sechs-oder siebenstelligen Bereich konfrontiert sieht, wenn er einen bleibenden Schaden davonträgt. Selbst wer viel Geld auf dem Konto hat, kann das kaum finanziell stemmen.

Nur 46 Prozent der Deutschen kennt Standardleistungen der Privathaftpflicht

Umso überraschender das Ergebnis einer repräsentativen Studie unter Versicherungskunden, die bereits eine Privathaftpflicht abgeschlossen haben. Denn trotzdem wissen von den Befragten 54 Prozent nicht, was standardmäßig im Vertrag vereinbart ist. Das kann dazu führen, dass in bestimmten Situationen die Versicherung nicht zahlen muss. Hier gilt es, sich über den tatsächlichen Leistungsumfang zu informieren!

Ein Beispiel: Die sogenannten Gefälligkeitsschäden. Wenn man einem Freund oder Bekannten unentgeltlich einen Gefallen tut, etwa beim Umzug hilft, und dabei die teure Vase aus Schusseligkeit kaputtmacht, muss der Versicherer nur dann zahlen, wenn „Gefälligkeitsschäden“ auch laut Vertrag vereinbart wurden. Und das ist beileibe nicht in jeder Police der Fall. In der Regel ist auch eine Höchstsumme für solche Fälle vereinbart – wenn sie denn überhaupt bezahlt werden.

Forderungsausfalldeckung: Wenn der Versicherte selbst geschädigt wird

Ein weiterer interessanter Baustein, der nicht standardmäßig in Verträgen vereinbart ist, ist die „Forderungsausfalldeckung“. Diese greift immer dann, wenn dem Haftpflichtversicherten selbst ein Schaden durch eine fremde Person entsteht. Hat diese Person weder einen eigenen Haftpflicht-Vertrag noch genügend Geld, um für den Schadenersatz aufzukommen, dann springt die eigene Haftpflichtversicherung des Geschädigten ein: Sie tut einfach so, als wäre der Fremde selbst bei ihr versichert. Voraussetzung hierfür ist in der Regel ein rechtskräftig vollstreckbares Urteil gegen den Verursacher.

Das sind nur zwei Beispiele für Leistungen in Haftpflichtverträgen, die sehr wichtig sein können. Oft muss der Versicherte hierfür einen kleinen Aufpreis zahlen (die teureren „Premium“-Tarife) oder sie werden als Zusatzbaustein angeboten. Immer mehr Versicherer gehen aber auch dazu über, in ihren Standardtarifen solche Leistungen bis zu einer bestimmten Summe anzubieten. Denn auf dem Markt herrscht ein harter Preiskampf um Kunden. Und so lohnt es sich, den eigenen Versicherungsvertrag nach dem Leistungsumfang abzuchecken und die Verträge zu vergleichen. Hierbei kann ein Beratungsgespräch Unterstützung bieten.

 

 

 

 

Hobby-Drohne nicht ohne Versicherungsschutz!

Professional carbon drone with GPS making a ride.

Immer mehr Menschen in Deutschland sind stolze Besitzer einer Drohne bzw. eines Kopters: Allein im Jahr 2015 wurden 300.000 Modelle der kleinen Fluggeräte verkauft. Doch viele wissen nicht, dass der Betrieb einer Drohne auch große Sicherheitsrisiken bereithält.

Als Anfang August ein Flugzeug der Lufthansa den Flughafen München ansteuerte, bekam der Pilot plötzlich Panik: beim Landeanflug tauchte eine Drohne neben ihm auf, in nur 1.700 Meter Höhe. Und so eine Drohne kann die Landung eines Flugzeuges erheblich gefährden.

„Ein größerer Vogel wie etwa ein Kranich, der ins Triebwerk gerät, kann ein Flugzeug in Bedrängnis bringen“, erklärt Klaus-Dieter Scheuerle, Chef der Deutschen Flugsicherung, gegenüber n-tv. Wenn eine Drohne beim Landesanflug ins Triebwerk gerate, wisse keiner, was passiere. Sogar ein Absturz sei denkbar. Seit dem Zwischenfall fahndet die Polizei nach dem Besitzer des Kopters.

Drohnen bedeuten also ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko, und das hat auch die Bundesregierung erkannt. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) plant laut dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ eine deutliche Verschärfung der Gesetze. Wenn Hobbypiloten künftig eine Drohne ab 250 Gramm fliegen wollen, sollen sie eine Plakette mit Namen und Adresse an ihrem Fluggerät anbringen müssen. Auch ist für Fluggeräte ab 5 Kilo Gewicht eine Führerscheinpflicht vorgesehen. Ein entsprechender Gesetzentwurf wird aktuell von der Bundesregierung vorbereitet.

Haftpflicht ist Pflicht

Aufgrund der hohen Sicherheitsrisiken, die so eine Drohne mit sich bringt, hat der Gesetzgeber auch die Anforderungen an den Versicherungsschutz erhöht. Seit 2016 ist es Pflicht für Hobby-Piloten, eine entsprechende Haftpflichtversicherung zu haben – unabhängig von Gewicht und maximaler Flughöhe des Kopters.

Eine private Haftpflichtversicherung leistet in der Regel nur begrenzten Schutz. Ob und in welchem Umfang Drohnenflüge abgesichert sind, muss im Vertrag nachgelesen werden. Denn nur, wenn die Leistung explizit genannt wird, springt die Versicherung auch bei einem Schaden durch Drohnen ein. Üblich ist die Begrenzung auf ein Höchstgewicht des Flugapparates: zwischen 5 und 25 Kilo. Viele Versicherer verlangen einen Aufpreis bzw. bieten die Absicherung nur in den teureren Plus- oder Premium-Tarifen.

Alternativ kann auch eine spezielle Drohnenversicherung abgeschlossen werden, deren Schutz meist umfänglicher ist. Auch Modellflug-Versicherungen bieten Absicherung. Wer einem Verein angehört, kann darüber hinaus von Gruppen-Tarifen profitieren, die oft schon bei Mitgliedschaft greifen: aber nur, wenn die Drohnen auf bzw. über dem Vereinsgelände fliegen.

Wichtig ist aber darüber hinaus, alles zu vermeiden, was Mitmenschen gefährden könnte. Die Gebiete rund um Flughäfen oder Atomkraftwerke sind in der Regel ohnehin Flugverbots-Zonen für Kopter. Aber auch in der Nähe von Straßen, großen Menschenansammlungen, Polizeieinsätzen oder Industrieanlagen sollte auf einen Start verzichtet werden. So erregten bundesweit bereits mehrere Fälle Aufmerksamkeit, bei denen die Drohne in die Windschutzscheibe eines Autos krachte – eine Gefahr, die tödlich enden kann.

Wenn der Fisch auf dem Fußboden schwimmt

Wer zahlt, wenn aus einem Aquarium Wasser austritt und deshalb die Mietwohnung Schaden nimmt? In der Regel kommt eine Haftpflichtversicherung für die entstandenen Kosten auf. Aber es gibt eine wichtige Ausnahme – Allmählichkeitsschäden werden nur dann erstattet, wenn der Vertrag dies explizit vorsieht.

Fische sind bei vielen Bundesbürgern als Haustier beliebt. Rund 2 Millionen Aquarien gibt es in Deutschland, so berichtet der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH), hinzu gesellen sich 1,6 Millionen Zierteiche mit den agilen Wasserbewohnern. Das mag kaum verwundern: die Farbenpracht der Fische erfreut das Auge, und das Betrachten eines Aquariums verspricht Entspannung. Und gerade für Menschen, die auf Tierhaare allergisch reagieren, aber dennoch nicht auf Haustiere verzichten wollen, kann ein Aquarium eine willkommene Alternative sein.

Aquarium in der Mietwohnung – Wann zahlt die Haftpflicht?

Nun kann aber auch so ein Fisch einen großen finanziellen Schaden anrichten. Vielleicht nicht wie ein Hund, der das Sofa zerfetzt und sich in ein Kissen verbeißt. Und auch nicht wie die Katze, die bei ihren Klettertouren an der Schrankwand eine teure Vase umstößt. Aber zum Beispiel dann, wenn Wasser aus dem Aquarium austritt und das Zimmer flutet. Je größer das Aquarium, umso höher ist der erwartbare Schaden – finden doch mehrere hundert Liter in so einem Glasbehälter Platz.

Aber wer haftet, wenn Wasser aus einem Aquarium austritt und die Mietwohnung beschädigt? Die gute Nachricht: in der Regel kommt die Privathaftpflichtversicherung dafür auf, wenn das Glas zu Bruch geht. Vorausgesetzt, Mietsachschäden sind in den Versicherungsschutz eingeschlossen, was aber mittlerweile bei den meisten Verträgen Standard ist.

Allmählichkeitsschäden – Versicherer muss nicht zahlen

Es gibt allerdings eine Ausnahme, in der die Haftpflicht nicht einspringen muss. Und zwar immer dann, wenn das Wasser allmählich und zunächst unbemerkt aus dem Aquarium austritt, zum Beispiel aufgrund einer porösen Gummidichtung. In einem Rechtsstreit entschied das Amtsgericht Mainz 1998 (Az.: 82 C 296/98), dass ein Haftpflichtversicherer in diesem Fall nicht für den Schaden aufkommen muss. Geklagt hatte ein Tierfreund, bei dem der Holzboden in der Mietwohnung aufgrund austretenden Wassers schweren Schaden nahm – den musste der Mann nun selbst bezahlen.

Hier lohnt auch ein Blick in die Verträge der Haftpflicht-Policen. Waren so genannte Allmählichkeitsschäden bis vor wenigen Jahren noch komplett vom Schutz ausgeschlossen, so gehen immer mehr Versicherer dazu über, für diese Leistung eine Absicherung zu bieten – oft gegen Aufpreis.

1 2 3 6