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Krankenversicherung

Bürgerversicherung – Debatte auch mit Klischees

Deutschland diskutiert über eine Bürgerversicherung! Dass die private Krankenversicherung noch immer viele Vorteile bietet, wird dabei gern übersehen. Denn in der Debatte sind auch viele Klischees im Spiel.

Soll die private Krankenvollversicherung für Neukunden abgeschafft werden? Diese Debatte steht im Raum, seitdem über eine Neuauflage der Großen Koalition debattiert wird. Denn besonders bei den Sozialdemokraten gibt es Stimmen, die sich für eine einheitliche Versicherung für alle Bürger aussprechen. Als wichtigstes Argument wird genannt, dass Ärzte für alle Patienten das gleiche Honorar bekommen sollen, damit gesetzlich Versicherte nicht mehr so lange auf einen Termin warten müssen. Schließlich zahlen die Privatversicherer höhere Honorare.

Dass dabei leider auch viele Klischees in der Debatte vertreten sind, darauf hat nun Uwe Laue aufmerksam gemacht, Chef des PKV-Verbandes. Also jenen Verbandes, in dem die Privatversicherer organisiert sind. Vorurteil Nummer Eins betrifft den Vorwurf, dass gesetzlich Versicherte besonders lang auf einen Arzttermin warten müssten, während Privatversicherte diesen schnell bekommen.

Fest steht aber nach Branchenzahlen: Im Notfall bekommt jeder Patient sofort einen Termin. „Da wird jeder sofort versorgt, egal, wie er versichert ist. Und alle Versicherten – gesetzlich wie privat – haben grundsätzlich Zugang zu den gleichen hochklassigen Versorgungseinrichtungen“, sagte Laue dem „Handelsblatt“. Und 76 Prozent aller Bundesbürger bekommen einen Arzttermin noch am selben Tag oder am darauffolgenden Tag. Das ist in vielen Staaten, die eine Einheitskasse haben, anders: in Großbritannien müssen beispielsweise manche Patienten sechs Monate warten, bis sie in der Arztpraxis vorstellig werden dürfen!

Klischee Numero Zwei: Die private Krankenversicherung sei nur etwas für Gut- und Besserverdiener. Tatsächlich erzielen nur elf Prozent aller PKV-Versicherten Einkünfte über der gesetzlichen Pflichtversicherungsgrenze von derzeit 4.800 Euro im Monat, erklärt Laue anhand von Branchenzahlen. 20 Prozent seien sogar Kinder, die in der GKV gar keine Prämien zahlen müssten, aber zusätzliche Kosten mitbrächten. Und gerade viele Selbstständige versichern sich privat, weil der Schutz hier mitunter billiger ist, als wenn sie bei einer Krankenkasse noch den Arbeitgeberanteil mit zahlen müssten.

Es ist gerade der Systemwettbewerb zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung, der in Deutschland ein hohes Versorgungsniveau sichert und andere Länder neidisch auf unser Gesundheitssystem schauen lässt, argumentiert Laue in dem Interview weiter. Fest steht, dass beide Versorgungssysteme Vor- wie Nachteile haben. Deshalb sollte auch der Schritt zu einer privaten Krankenversicherung gut überlegt sein und nicht ohne vorherige Beratung erfolgen. Wer einmal privat versichert ist, muss jedenfalls keine Angst haben, dass er den Status verlieren würde, wenn eine Bürgerversicherung kommt: Auch die SPD-Pläne sehen vor, dass die privat Krankenversicherten ihren Status behalten. Dieser dürfte ihnen auch juristisch nicht zu nehmen sein.

Krankenversicherer muss in Deutschland verbotene Heilbehandlung nicht zahlen

Auch der Schutz einer privaten Krankenversicherung kennt Grenzen. Wenn sich Privatpatienten im Ausland einer Behandlung unterziehen, die in Deutschland verboten ist, muss der Versicherer hierfür nicht zahlen. Das gilt auch, wenn der Versicherungsschutz sich auf ganz Europa erstreckt. Diese Erfahrung musste nun eine Frau machen, die in Tschechien eine Eizellspende finanziert haben wollte.

Wer sich privat krankenversichert, hofft häufig auf ein umfangreiches Leistungs-Paket, das den Schutz der gesetzlichen Krankenkassen übersteigt: Chefarzt-Behandlung, kürzere Wartezeiten auf Arzttermine oder andere Leistungs-Boni. Und oft ist das ja auch der Fall, je nachdem, was im Versicherungsvertrag vereinbart ist. Aber auch der Schutz einer privaten Krankenversicherung kennt Grenzen, wie nun eine heute 47jährige Frau erfahren musste.

Streit um Eizellspende

Die kinderlose Frau ließ in Prag eine Eizellspende vornehmen. In Deutschland ist ein solcher Eingriff verboten, er fällt unter das Embryonenschutzgesetz. Ein Arzt kann dafür sogar bis zu drei Jahre ins Gefängnis müssen. Das Problem hierbei ist, dass für die Eizellspende eine Spendermutter gesucht werden muss, also fremde Zellen in den Leib der Mutter eingesetzt werden. Damit hat das Kind später quasi zwei Mütter: eine genetische und eine biologische. Das Verbot soll dem Kindeswohl dienen, indem es eine eindeutige Identität der Mutter gewährleistet.

Diesen Eingriff ließ die Frau also in Prag vornehmen, nachdem bereits mehrere Versuche einer künstlichen Befruchtung in Deutschland fehlgeschlagen waren. Und tatsächlich: Laut tschechischer Rechtsprechung sind Eizellspenden erlaubt. Die Kosten für den Eingriff in Höhe von 11.137 Euro wollte die Frau von ihrer Krankenversicherung ersetzt haben. Sie berief sich darauf, dass der Vertrag mutmaßlich in ganz Europa gilt: „Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf Heilbehandlungen in ganz Europa“, lautete eine Klausel.

Deutsches Recht ist ausschlaggebend

Aber die Versicherung weigerte sich zu zahlen, weshalb die Frau vor Gericht klagte. Und zwar bis in die höchste Instanz. Doch auch der Bundesgerichtshof bestätigte, dass die Versicherung für die Eizellspende nicht zahlen muss. Der entscheidende Satz in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen lautete: „Das Versicherungsverhältnis unterliegt deutschem Recht“. Grundsätzlich müsse ein PKV-Versicherer nur solche Heilbehandlungen erstatten, die nach deutschem Recht gestattet sind, betonte die Richterin (Urteil vom 14. Juni 2017, IV ZR 141/16).

 

 

 

Krankenkasse: Anrecht auf Krankengeld ausnahmsweise auch bei verspäteter Krankschreibung

Das Bundessozialgericht hat am Donnerstag mit einem aktuellen Urteil die Rechte von Kassenpatienten gestärkt. Sucht ein Patient rechtzeitig den Arzt auf, um sich krankschreiben zu lassen, darf die Kasse das Krankengeld nicht streichen, wenn der Arzt den Krankenschein verspätet ausstellt. Denn Kassenpatienten sollen nicht für den Fehler des Arztes bestraft werden.

Wenn Arbeitnehmer längere Zeit erkranken, haben sie ab der siebten Woche Anspruch auf Krankengeld von ihrer Krankenkasse. Zuvor erhalten sie weiterhin den Lohn von ihrem Arbeitgeber. Ausschlaggebend für den Anspruch auf Krankengeld ist der Tag, an dem der Arzt einen Patienten als arbeitsunfähig eingestuft hat. Bei der Verlängerung des Anspruchs kommt es immer wieder zu Problemen, denn der Arbeitnehmer muss ohne Unterbrechung krankgeschrieben gewesen sein, um das Anrecht aufrecht zu erhalten. Das bedeutet, dass am letzten Tag der bestehenden Arbeitsunfähigkeit für die Folgezeit erneut Arbeitsunfähigkeit ärztlich festgestellt werden muss.

Zwei Rechtsstreite, in denen sich Ärzte irrten

Im konkreten Rechtsstreit wurden zwei Streitfälle verhandelt. In einem Verfahren meinte ein Hausarzt, der Klägerin brauche am letzten Tag der bisher bescheinigten Arbeitsunfähigkeit-Dauer nicht erneut Arbeitsunfähigkeit (wegen einer vorliegenden depressiven Episode) attestiert zu werden. Denn die Frau hatte am Tag darauf ohnehin einen Termin bei einer Psychiaterin und die Praxis des Arztes war voll.

In einem weiteren Verfahren war die Klägerin eine Frau, die sich einer Chemotherapie unterzogen hatte. Auch hier erfolgte die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit zu spät: der Arzt musste später bestätigen, dass er es „leider verpasst“ habe eine durchgehende Arbeitsunfähigkeit zu bescheinigen. Der Mediziner bestätigte aber rückwirkend, dass die Arbeitsunfähigkeit durchgehend bestanden habe. Hier zahlte die Kasse letztendlich weiter.

In beiden Fällen also fehlte die Fehleinschätzung eines Arztes dazu, dass die Patientinnen ihren Anspruch auf Krankengeld verloren haben. Der 3. Senat des Bundessozialgerichtes (BSG) Leipzig hat nun entschieden, dass eine Krankenkasse ausnahmsweise Krankengeld auch gewähren muss, wenn die Fehleinschätzung des Arztes über die Notwendigkeit einer Arbeitsunfähigkeit-Bescheinigung auf nichtmedizinischen Gründen beruht, wie aus einer Pressemeldung des Gerichtes hervorgeht.

Fehleinschätzung des Arztes darf nicht zum Verlust des Krankengeldes führen

Schon bisher sei aber ausnahmsweise Krankengeld zu zahlen, so betonten die Richter, wenn der Arzt die Arbeitsunfähigkeit-Folgebescheinigung aufgrund einer medizinischen Fehlbeurteilung nicht erstellte, der Versicherte aber selbst insoweit alles in seiner Macht Stehende getan hatte. Die Ärzte dürfen den Patienten dann auch nicht in Regress nehmen. Dies gelte aber nur unter engen Voraussetzungen. Hier haben die Richter den Anspruch von Patienten weiter konkretisiert.

„Aufgrund der Arbeitsunfähigkeit-Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA), die – anders als das Gesetz – eine rückwirkende Arbeitsunfähigkeit-Attestierung erlauben, kann regelmäßig nicht angenommen werden, dass ein Vertragsarzt weiß, dass ein solches Attest aber zum Verlust langzeitiger Krankengeld-Ansprüche des Versicherten führt“, heißt es in der Pressemeldung. „Die Krankenkassen wirken durch Vertreter an den Beschlüssen im GBA mit. Deshalb erscheine es treuwidrig, wenn sich die Krankenkassen bei dieser Sachlage trotz ihrer Mitverantwortung für die Richtlinien von ihrer Leistungspflicht befreien könnten“. (BSG, Urteil v. 11.5.2017 – B 3 KR 22/15 R, B 3 KR 12/16 R)

 

Privater Krankenversicherer muss Lasik-OP bezahlen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit einem Urteil die Rechte von privat Krankenversicherten gestärkt. Demnach muss der Krankenversicherer eine Lasik-Operation bezahlen, wenn der Patient so stark kurzsichtig ist, dass eine Augenkrankheit vorliegt – und dadurch sein Gesundheitszustand verbessert werden kann. Der Versicherer kann sich nicht darauf berufen, dass der Betroffene ja eine Brille tragen könne.

3.500 Euro – so viel kostet eine Lasik-OP, mit der optische Fehlsichtigkeiten korrigiert werden können. Dabei wird mit einem Laser die Krümmung der Hornhaut derart korrigiert, dass der Betroffene in der Regel schnell besser sehen kann.

Zwar ist ein solcher Eingriff nicht immer die beste Lösung für einen Kurzsichtigen, sind Operationen doch immer auch mit einem Risiko und Nebenwirkungen verbunden. Doch wenn eine derart starke Kurzsichtigkeit vorliegt, dass die Lasik das Sehen deutlich verbessern kann, muss auch ein privater Krankenversicherer dafür zahlen (Urteil vom 29. März 2017, Az.: IV ZR 533/15).

Streit über alle Instanzen

Im verhandelten Rechtsstreit litt der klagende PKV-Kunde unter extremer Kurzsichtigkeit von -3,00 und -2,75 Dioptrien. Um diese zu korrigieren, wollte er vom Krankenversicherer eine Laser-OP bezahlt bekommen. Doch die Versicherung verwies den Kurzsichtigen darauf, dass er ja eine Brille tragen könne. Daraufhin zog der Mann vor Gericht.

Der Streit wurde durch alle Instanzen ausgefochten, bis er schließlich vor dem Bundesgerichtshof landete. Und dieses fällte ein Grundsatzurteil. Dabei mussten die Richter auch prüfen, ob es sich bei einer Lasik-Operation um eine „medizinisch notwendige Heilbehandlung“ handelt. Der Versicherer bestritt dies, da der Patient ja eine Brille tragen könne.

Erstattungsfähigkeit nicht von Hilfsmittel als Alternative abhängig

Dass auch eine Lasik medizinisch notwendig sein kann, bejaht der BGH grundsätzlich. Begründung: Die Vertragsbedingungen würden dem Versicherungsnehmer „an keiner Stelle deutlich machen, dass die Erstattungsfähigkeit der Kosten einer medizinisch notwendigen Heilbehandlung grundsätzlich davon abhängen soll, ob er (dauerhaft) auf ein Hilfsmittel zurückgreifen kann“. Ein Privatpatient kann also nicht per se auf eine Brille als Hilfsmittel verwiesen werden. Nun wurde das Urteil noch einmal an das Landgericht Heidelberg zurückgegeben, damit die Vorinstanz nach den Vorgaben des BGH urteilen kann.

 

 

Krankenschutz für die Auslandsreise

Im Ausland ohne Auslandsreise-Krankenversicherung? Das ist riskant. Denn wer im Urlaub ins Krankenhaus muss oder sich eine schwere Infektion einfängt, bleibt im Zweifel auf mehreren tausend Euro an Kosten sitzen.

Wer ins Ausland in den Urlaub fährt, der sollte über eine Auslandsreise-Krankenversicherung verfügen. Sonst wird es schnell teuer, wenn man sich eine schwere Krankheit einfängt statt am Strand Erholung zu tanken. Für viele Touristen hat sich der fehlende Schutz schon als Kostenfalle erwiesen.

Beispiel USA: Ein einziger Tag im Krankenhaus kann in den Vereinigten Staaten schnell mehrere tausend Euro kosten, abhängig von der Behandlung. Die gesetzliche Krankenversicherung hat zwar Sozialversicherungs-Abkommen mit vielen Staaten vereinbart, so dass kein Reisender ganz ohne Schutz dasteht. Aber oft zahlt sie nur anteilig für Krankheitskosten – nämlich genau so viel, wie sie auch in Deutschland erstatten müsste. Auf dem Rest der Kosten bleiben die Betroffenen sitzen.

Neue Verträge oft besser

Der Auslandsreise-Krankenversicherung hat sich nun auch die Zeitschrift „Finanztest“ in der aktuellen Ausgabe gewidmet. Und bestätigt, was viele Versicherungsexperten auch wissen. Denn die Qualität der Vertragswerke hat sich in den letzten Jahren teils erheblich verbessert. Insgesamt 39 Tarife erhielten das Testurteil „sehr gut“, viele andere schnitten noch mit „gut“ ab. Dass man sich den Schutz nicht leisten kann, davor muss keiner Angst haben. Ein sehr gute Absicherung ist schon ab einem sehr niedrigen zweistelligen Jahresbeitrag zu haben.

Wichtig: Wer eine chronische Krankheit hat, sollte dies im Antrag auf Auslands-Schutz keineswegs verschweigen. Sonst kann der Versicherer eine Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht geltend machen und den Vertrag anfechten, so dass der Betroffene im Leistungsfall kein Geld erhält. Ratsam ist es, schon vorab anonym Anfragen bei mehreren Versicherern einzuholen. So kann man herausfinden, bei welchen Versicherern die Krankheit zu welchen Konditionen versicherbar ist. Versicherungsvermittler leisten hierbei gern Unterstützung.

Fristen und Klauseln

Auch ein Blick in das Vertragswerk lohnt. Hier lauern einige Stolpersteine. So leistet mancher Versicherer nur für die stationäre Behandlung, wenn der Krankenhaus-Aufenthalt im Ausland länger als zwei Wochen dauerte. Solche Klauseln sollten natürlich nicht im Vertrag enthalten sein. Auch für den Rücktransport in die Heimat sind mitunter strengere Regeln festgeschrieben – etwa, dass ein Versicherer nur dafür zahlt, wenn er medizinisch notwendig ist. Hier hilft ein klärendes Beratungsgespräch.

 

 

PKV-Ombudsmann – Schlichtungsstelle stellt Jahresbericht vor

Der Ombudsmann der privaten Krankenversicherung hat seinen Jahresbericht für 2016 vorgestellt. Zwar ist die Zahl der Schlichtungsanträge erneut gestiegen – bleibt aber im Vergleich zur Gesamtzahl der Verträge sehr gering.

Wer Ärger mit seiner privaten Krankenversicherung hat, der kann sich an die Schlichtungsstelle von Heinz Lanfermann wenden, dem Ombudsmann der privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Wenn Privatversicherte dort ein Schlichtungsverfahren beantragen, werden die Ansprüche schnell und unbürokratisch geprüft, ohne dass der oft teure und langwierige Weg vor Gericht gewählt werden muss. Der Vorteil: Das Verfahren ist nicht nur kostenlos. Ansprüche verjähren auch in der Zeit der Schlichtung nicht, so dass Versicherte immer noch den Weg vor Gericht gehen können, wenn der Schlichtungsspruch nicht ihren Vorstellungen entspricht.

6.084 Beschwerden im Jahr 2016

Heinz Lanfermann hat in dieser Woche seinen vorläufigen Bericht für das Jahr 2016 vorgestellt. Das Ergebnis: Zwar hatten wieder mehr Menschen Anlass, sich über ihre Versicherung zu ärgern. Die Zahl der Schlichtungsanfragen stieg demnach von 5.770 im Jahr 2015 auf 6.084 Anträge im letzten Jahr. Das bedeutet einen Anstieg um 5,44 Prozent. Aber die Zahl der Beschwerden ist vor dem Hintergrund der Gesamtzahl an Versicherungsverträgen zu bewerten. Und so gibt es auch eine gute Nachricht: Nach wie vor ist das Beschwerdeaufkommen sehr gering.

Die Schlichtungsstelle nimmt nämlich nicht nur Beschwerden zur privaten Krankenvoll- und Pflegepflichtversicherung entgegen. Auch wer einen Konflikt mit seinem Krankenzusatz-Versicherer hat, kann sich an den Ombudsmann wenden. Und so ist das Beschwerdeaufkommen vor dem Hintergrund von 40 Millionen Versicherungsverträgen zu bewerten. Da bedeuten knapp 6.100 Schlichtungsanfragen einen prozentualen Anteil von weniger als 0,01 Prozent an Versicherten, die den Weg der Schlichtung wählten.

Häufigster Grund für Schlichtungsanfragen war in der Krankenvollversicherung die sogenannte Medizinische Notwendigkeit: Jede fünfte Schlichtungsanfrage bezog sich darauf. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Hausarzt eine bestimmte Behandlung empfiehlt, aber ein unabhängiger Gutachter zu dem Schluss kommt, dass sie nicht sinnvoll ist – und damit nicht vom Krankenversicherer bezahlt werden muss. Ein Punkt, der übrigens auch bei den gesetzlichen Krankenkassen oft Ursache für Auseinandersetzungen ist.

Zuerst Kontakt mit Versicherer suchen!

Wichtig: Bevor man sich an den PKV-Ombudsmann wendet, sollte man das Gespräch mit dem Versicherer gesucht bzw. dort Beschwerde eingelegt haben. Sonst kann das Schlichtungsverfahren nicht akzeptiert werden. Schließlich könnte auf diese Weise schon eine Lösung herbeigeführt werden.

Dass es sich lohnt, vor dem Rechtsweg ein Schlichtungsverfahren anzustreben, zeigt auch die hohe Erfolgsquote. Knapp jedes vierte Schlichtungsverfahren fällt zur Zufriedenheit des Versicherten aus und kann eine Lösung herbeiführen. Mehr Informationen finden Interessierte auf der Webseite pkv-ombudsmann.de. Auch ein Versicherungsfachmann hilft gern weiter, was bei Antrag auf Schlichtung zu beachten ist.

 

 

BGH stärkt Patientenrechte bei Streitschlichtung

Gute Nachrichten für Patienten, die aufgrund eines vermeintlichen Behandlungsfehlers eine Schlichtungsstelle anrufen: Diese müssen nun nicht mehr wie bisher befürchten, dass der Fall in der Zeit der Schlichtung verjährt. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) Karlsruhe mit einem aktuellen Urteil bestätigt und damit die Rechte der Betroffenen gestärkt (Az.: VI ZR 239/15). Der Arzt und seine Haftpflicht müssen demnach nicht ihr Einverständnis zu einer Schlichtung erklären, damit die Verjährung gestoppt wird.

Wenn Patienten bisher eine Schlichtungsstelle der Ärztekammern anriefen, weil sie glaubten Opfer eines Behandlungsfehlers geworden zu sein, dann mussten sie stets eine Verjährung des Falles befürchten. Denn laut dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) verjähren Schadensersatzansprüche drei Jahre, nachdem ein Patient Kenntnis von einem Behandlungsfehler erlangte.

Das war in mehrfacher Hinsicht ärgerlich. Nicht nur konnten Ärzte die Verjährungsfrist regelrecht aussitzen, indem sie einfach ihr Einverständnis für eine Schlichtung verweigerten. Die bisherige Praxis erschwerte es auch, zwischen beiden Streitparteien zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen.

Einverständnis des Arztes bei Anruf einer Schlichtungsstelle nicht vonnöten

Doch der Bundesgerichtshof hat nun mit einem Urteil die Rechte der Patienten gestärkt. Und bestätigt: Sobald der Patient ein Schlichtungsverfahren bei einer Ärztekammer beantragt, ist die Verjährung für die Zeit gestoppt, in der die Schlichtungsstelle den Fall prüft. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob die Berufshaftpflicht oder der Arzt sein Einverständnis zu einer Schlichtung gibt. Mit dem verbraucherfreundlichen Urteil wird die Rechtsprechung der beiden Vorinstanzen korrigiert.

Konkret ging es in dem Rechtsstreit um den Fall eines Thüringers, der im Jahr 2007 von einer Zecke gebissen wurde und sich mit Borreliose ansteckte. Doch die entsprechende Entzündung erkannte der Arzt nicht, so dass sich der Patient eine Arthritis einfing, wodurch das Knie dauerhaft geschädigt wurde. Erst 2008 erkannte ein Schmerzzentrum den Irrtum und der Patient bekam die richtige Behandlung.

Erst recht spät beantragte der Mann ein Schlichtungsverfahren vor der Norddeutschen Ärztekammer, um Schadensersatz zu erstreiten. Dies geschah im Dezember 2011 – kurz vor Ablauf der dreijährigen Verjährungsfrist, die im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt ist. Der Berufshaftpflicht-Versicherer aber verweigerte eine Schadenszahlung. Der beklagte Arzt habe erst im Februar 2012 einem Schlichtungsverfahren zugestimmt, da seien die Ansprüche schon verjährt gewesen. Aber der BGH urteilte nun zum Vorteil des Patienten.

Einvernehmlichkeit ist gegeben, wenn anerkannte Schlichtungsstelle angerufen wird

Im Urteil ging es auch um die Frage, wann die Zustimmung zu einem Schlichtungsverfahren einvernehmlich zwischen zwei Parteien erfolgt. Denn nur wenn tatsächlich dieses Einverständnis von beiden Seiten gegeben ist, kann die Verjährung auch ausgesetzt werden.

Hierbei betonten die Richter, dass bereits ein solches Einvernehmen laut Einführungsgesetz zur Zivilprozessordnung (§ 15a Abs. 3 Satz 2 EGZPO) vorliege, „wenn der Verbraucher eine branchengebundene Gütestelle, eine Gütestelle der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer oder Innung angerufen hat“. Und um eine solche Gütestelle handelt es sich bei der Ärztekammer. Gut für Patienten, dass sie nun in der Zeit einer Schlichtung nicht mehr die Verjährung ihrer Ansprüche fürchten müssen.

 

2016 erneut mehr Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen

Die Bundesbürger fehlen auf Arbeit immer länger, weil sie eine psychische Erkrankung aus der Bahn wirft. Dies ist das Ergebnis des DAK-Gesundheitsreportes 2017, für den die Daten von 2,6 Millionen deutschen Arbeitnehmern ausgewertet wurden. Demnach registrierte die Krankenkasse im vergangenen Jahr rund 246 Ausfalltage je hundert Versicherten aufgrund seelischer Leiden. Das waren 2,5 Tage mehr als im Vorjahr.

Wie sehr die Fehlzeiten aufgrund psychischer Symptome angewachsen sind, zeigt ein Blick auf die längeren Entwicklungen. Innerhalb der letzten zwanzig Jahre hat sich ihre Zahl mehr als verdreifacht!

Frauen besonders betroffen

Ob die Bürger tatsächlich stärker unter derartigen Krankheiten leiden, ist umstritten. Eine Umfrage der gewerkschaftsnahen Böckler-Stiftung hat zwar ergeben, dass viele Beschäftigte über steigenden Stress auf Arbeit und Termindruck klagen. Andere Forscher geben zu bedenken, dass auch die Sensibilität für psychische Erkrankungen angewachsen sei. Mit anderen Worten: Statt solche Erkrankungen vor den Kollegen und der Familie zu verstecken, ist die Bereitschaft gestiegen einen Arzt aufzusuchen – und sich notfalls krankschreiben zu lassen.

Besonders betroffen sind Frauen. Bei weiblichen Erwerbstätigen wurden im vergangenen Jahr stolze 60 Prozent mehr Fehltage wegen psychischer Erkrankungen diagnostiziert als bei Männern (311 Ausfalltage je hundert Versicherte gegenüber 191 Ausfalltagen). Auch hierfür nennt die Studie keine Gründe. Männer werden häufiger durch Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems aus der Bahn geworfen.

Privates Krankentagegeld sichert gegen Lohnausfall ab

Die Zahlen des Reports zeigen einen deutlichen Trend: im Falle einer Erkrankung scheiden die Arbeitnehmer immer länger im Beruf aus. Und das bedeutet ein erhebliches finanzielles Risiko. Wird man als gesetzlich Versicherter krankgeschrieben, zahlt der Arbeitgeber in der Regel sechs Wochen das Gehalt weiter. Dann springt die Krankenkasse ein: mit deutlich niedrigeren Zahlungen. Die Höhe des Krankengelds ist gesetzlich vorgeschrieben. Es beträgt 70 Prozent des Bruttoverdienstes, aber nicht mehr als 90 Prozent des Nettoverdienstes.

Doch viele Versicherte fallen durch das Raster. So haben beispielsweise mitversicherte Ehepartner und Kinder in der gesetzlichen Familienversicherung keinen Anspruch darauf, ebensowenig Praktikanten und Studenten. Und sogar Unternehmer, die freiwillig bei der gesetzlichen Krankenversicherung untergekommen sind, müssen sich selbst kümmern. Für Unternehmer bedeutet eine längere Krankheit das höchste finanzielle Risiko. Schließlich können sie auch in den ersten Wochen nicht auf eine Lohnfortzahlung eines Arbeitgebers hoffen!

Hier kann eine private Krankentagegeldversicherung die Lücke schließen. Sie ist gerade für Selbstständige sehr zu empfehlen. Sie zahlt einen vorher vereinbarten Tagessatz, wenn der Lohn aufgrund einer Erkrankung wegfällt.

Auf Leistungen achten!

Bei der Auswahl einer Krankentagegeldversicherung sollte auf Vertragsdetails geachtet werden: So sollte der Versicherungsschutz aufgestockt werden können, wenn sich das eigene Einkommen steigert – vor allem ohne erneute Gesundheitsprüfung oder Wartezeiten. Der Vertrag sollte nicht in den ersten drei Jahren seitens des Versicherers kündbar sein.

Auch bei Rückfallerkrankungen und demnach wiederholter Arbeitsunfähigkeit sollte der Versicherer zahlen. Nochmals die Karenzzeit abzuwarten, bis die Krankentagegeld-Versicherung zahlt, sollte ausgeschlossen werden. Zudem leistet nicht jeder Versicherer im Fall von Kur-Aufenthalten und Reha-Maßnahmen: Auch hierauf gilt es, in den Verträgen zu achten!

 

Zahnersatz immer teurer

Die Bundesbürger müssen immer höhere Beträge für Zahnersatz ausgeben, wie aus aktuellen Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. Viele gehen nicht zum Zahnarzt, weil sie die hohen Kosten fürchten. Helfen kann eine Zahnzusatzversicherung.

Viele Deutsche ächzen unter den Kosten für Zahnersatz! Das zeigt eine Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linken. Demnach stiegen die Aufwendungen, die private Haushalte allein für Material- und Laborkosten ausgeben mussten, von 2,62 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf 3,14 Milliarden Euro im Jahr 2014 an, wie die Deutsche Presse-Agentur heute meldet. Das bedeutet ein stolzes Plus von fast zwanzig Prozent!

Bedeutet dies tatsächlich auch, dass sich immer mehr Bürger keinen Zahnersatz leisten können? Leider ja, wie eine amtliche Haushalterhebung des Statistischen Bundesamtes von 2014 zeigt. Demnach sagte fast jeder zweite Bundesbürger (48,3 Prozent), der einen notwendigen Zahnarzt-Besuch vor sich her schob, dass er aus finanziellen Gründen nicht seine Zähne machen lasse.

Mit anderen Worten: Die Betroffenen haben Angst, dass ihnen ein Zahn gezogen wird und ihnen für den Zahnersatz das nötige „Kleingeld“ fehlt. Schließlich müssen selbst für einen einfachen Eingriff 3.000 Euro und mehr gezahlt werden. Viele Bürger laufen lieber mit Zahnschmerzen herum, weil sie die „Kostenfalle Zahnersatz“ scheuen!

Zahnzusatzversicherung schützt vor der „Kostenfalle Zahnersatz“

Die Entwicklung ist traurig, aber man kann sich davor schützen. Eine Zahnzusatzversicherung kommt – einschließlich des Betrages, den die Krankenkasse erstattet – für 80 bis 95 Prozent der Kosten auf, wenn ein Zahn ersetzt werden muss. Und selbst die Verbrauchertester von Finanztest bestätigen, dass es auf dem Markt viele sehr gute Angebote gibt. Bei einem Test im Jahr 2014 erhielten 55 Tarife die Bestnote!


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Dass Zahnzusatz-Policen immer wichtiger werden, zeigt auch die hohe Nachfrage. Zum Stichtag 31. Oktober 2016 hatten rund 14 Millionen Bundesbürger eine Zahnzusatzversicherung unterzeichnet, so berichtet der PKV-Verband. Das bedeutet eine Verdoppelung der Abschlusszahlen innerhalb von nur zehn Jahren.

Wer einen Tarif abschließt, sollte die Ausschlüsse und Wartezeiten in einem Vertrag genau unter die Lupe nehmen. Hier gibt es von Anbieter zu Anbieter große Unterschiede. In der Regel sehen die Verträge in den ersten drei bis fünf Jahren nur eine anteilige Leistung für Zahnersatz vor. Nicht ganz zu Unrecht, schließlich sollen die Verbraucher nicht erst einen Tarif abschließen, wenn sich abzeichnet, dass sie bald einen Zahnersatz brauchen werden.

 

 

Zweites Pflegestärkungsgesetz – Ab 2017 gibt es Pflegegrade statt Pflegestufen

Auch 2017 treten wieder zahlreiche neue Gesetze in Kraft. Eine der wohl wichtigsten Änderungen: zum 1. Januar wird die zweite Stufe des 2. Pflegestärkungsgesetzes wirksam. Statt drei Pflegestufen gibt es in der gesetzlichen Pflegeversicherung nun fünf Pflegegrade. Auch das Begutachtungsverfahren wurde überarbeitet.

Neues Jahr, neue Regeln: dies wird auch ab 1. Januar 2017 gelten. In der gesetzlichen Pflegeversicherung hat der Gesetzgeber die wohl einschneidendsten Veränderungen seit ihrer Einführung vorgenommen. Fortan werden fünf Pflegegrade regeln, auf welche Leistungen ein Pflegebedürftiger Anspruch hat. Auch das Begutachtungsverfahren wurde geändert. Um Mehrleistungen in der Pflegeversicherung zu zahlen, wird der Beitragssatz zudem um 0,2 Prozentpunkte angehoben.

Neue Pflegegrade, neue Begutachtung

Die bisherigen Pflegestufen werden nun zu fünf Pflegegraden ausgebaut, um differenzierter die Ansprüche eines auf fremde Hilfe angewiesenen Patienten erfassen zu können. Geringe, erhebliche und schwere Beeinträchtigungen werden in die Pflegegrade 1 bis 3 eingestuft. Pflegegrad 4 bedeutet, dass der Pflegebedürftige „schwerste Beeinträchtigungen“ hat. Die höchste Pflegestufe 5 bedeutet „besondere Anforderungen an die pflegerische Versorgung“, etwa die Notwendigkeit einer lückenlosen Betreuung. Entsprechend ist auch gestaffelt, auf welche Geld- und Sachleistungen ein Patient Anspruch hat.

Neu ist auch die Begutachtung der Pflegebedürftigkeit. Bisher war ausschlaggebend, wie viel Zeit die Betreuung eines Patienten hinsichtlich bestimmter Leistungen in Anspruch nimmt. Zukünftig soll gemessen werden, in welchem Umfang der Patient noch in der Lage ist sich selbst zu versorgen.

6 Bereiche für Begutachtung

Sechs Bereiche sind fortan für die Einstufung der Pflegebedürftigkeit entscheidend. Diese werden zu einer Gesamteinschätzung zusammengefasst:

1.) Wie mobil ist der Patient? Kann er etwa noch Treppen steigen und eigenständig das Haus verlassen?

2.) Welche kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten hat der Patient? Kann er sich zum Beispiel selbständig im Alltag orientieren und Entscheidungen treffen?

3.) Wie ist die psychische Verfasstheit des Patienten? Hat er vielleicht schwere Depressionen und Angstzustände?

4.) Kann sich der Patient selbst versorgen? Also zum Beispiel sich waschen, eigenständig auf Toilette gehen etc.?

5.) Wie kann der Patient den Umgang mit seiner Krankheit bewältigen – kann er z.B. selbständig Tabletten nehmen?

6.) Kann der Patient seinen Alltag selbständig gestalten und soziale Kontakte pflegen?

Mit der Neuordnung steigt zugleich das maximale Pflegegeld: in der ambulanten Pflege von monatlich 728 Euro (Pflegestufe 3) auf dann 901 Euro (Pflegegrad 5); bei vollstationärer Versorgung von 1.995 Euro (für Härtefälle in der Pflegestufe 3) auf 2.005 Euro (Pflegegrad 5). Zahlreiche weitere Verbesserungen sind geplant, etwa bei der ambulanten Betreuung von Angehörigen.

Auswirkungen auf Krankenzusatzversicherung

Die Reformen haben auch Auswirkungen auf die Krankenzusatzversicherung: schließlich müssen auch bei privaten Policen die Leistungen von Pflegestufen in Pflegegrade übersetzt werden. Mehrere Privatversicherer haben bereits mitgeteilt, dass sie die Anpassung automatisch vornehmen werden, ohne dass sich die Versicherten drum kümmern müssen. Im Zweifel lohnt es sich aber, beim Versicherer oder Vermittler des Vertrauens nachzufragen, was sich fortan ändern kann.

Gut zu wissen: Nachteile haben die Bestands-Versicherten nicht zu befürchten, wenn die Änderungen in Kraft treten. Schließlich sind die Leistungen vertraglich zugesichert. Aber laut PKV-Verband gibt es keine gesetzliche Regelung, wie mit bestehenden Pflegezusatzversicherungen umzugehen ist.

Eine besondere Herausforderung ergibt sich daraus, dass mit den Pflegegraden auch neue Ansprüche für die Versicherten entstehen, die finanziert werden müssen. So ist jetzt etwa auch bei Demenz eine Leistung vorgesehen. Deshalb erbringen manche Versicherer zum Beispiel in Pflegegrad 4 nur 80 Prozent der Leistung, wenn nicht auch eine psychische Beeinträchtigung vorliegt. Andere wiederum heben ihre Prämie leicht an.

Aber es gilt: trotz der Änderungen sollte eine Pflege-Police nicht einfach gekündigt werden! Gerade für ältere Versicherungsnehmer oder Menschen mit Vorerkrankungen dürfte es schwer sein, einen neuen Vertrag mit einem ähnlichen Leistungsniveau zu finden. Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung!

 

 

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