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KFZ

Winterreifen – Langsam wird es Zeit!

Es ist kein Gerücht: Bald ist wieder Weihnachten! Und wer jetzt noch keine Winterreifen aufgezogen hat, sollte das schnellstens tun. Denn vielerorts ist der Winter schon mit Schnee, Eis und Straßenglätte vorstellig geworden. Auch der Kasko-Schutz kann wackeln, wenn ein Autofahrer aufgrund ungenügender Bereifung einen Unfall verursacht.

Der November geht langsam dem Ende entgegen, und in vielen Regionen hat es auch schon geschneit. Das macht sich leider auch auf den Straßen bemerkbar. Auf mehreren Autobahnen kam es in der letzten Woche bereits zu Unfällen wegen Schnee und Eis, etwa in den Königshainer Bergen bei Görlitz, wo sieben Autos miteinander kollidierten und eine Anschlussstelle zur A4 stundenlang gesperrt werden musste. Auch in Bayern, Schwaben und anderen Regionen krachte es aufgrund von Straßenglätte.

Für Autofahrer sollte das ein deutliches Signal sein. Wenn sie nicht bereits ihre Winter- oder Allwetterreifen aufgezogen haben, wird es spätestens jetzt Zeit. Zwar besteht in Deutschland keine generelle Pflicht für Winterreifen, die mit einem speziellen Datum verbunden wäre. Dennoch: Die Straßenverkehrsordnung schreibt vor, dass bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- und Reifglätte nur Pneus mit sogenanntem M+S-Symbol benutzt werden dürfen. „M+S“ steht für „Schnee und Matsch“ und zeigt an, dass die Reifen für entsprechende Witterungsverhältnisse geeignet sind.

Es droht ein Bußgeld – und der Verlust des Kaskoschutzes

Wer nach wie vor mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert einen Punkt in Flensburg und ein Bußgeld bis 120 Euro, wenn er andere behindert oder gefährdet: zum Beispiel, weil das Auto am Hang oder hinter einer Kuppel stecken bleibt.

Es gibt noch einen weiteren Grund, weshalb man rechtzeitig umrüsten müsste. Während nämlich die Kfz-Haftpflicht in der Regel für einen Schaden aufkommt, wenn Dritte geschädigt werden, sieht es beim Kasko-Schutz schon anders aus. Abhängig vom Einzelfall kann der Versicherer die Kasko-Entschädigung stark kürzen, wenn nachgewiesen wird, dass der Unfall aus einer unangemessenen Bereifung resultierte und der Autofahrer dies anhand der Straßenverhältnisse hätte erkennen können.

Aber natürlich sollte der Winterreifen auch deshalb aufgezogen werden, weil es um die eigene Gesundheit geht, vielleicht sogar ums Leben. Und dabei gilt es auch, einen Blick auf den Zustand des Reifens zu werfen. Dieser sollte noch ausreichend Profil haben, in der Regel vier Millimeter, weil die Kasko-Versicherung sonst ebenfalls Ärger machen kann.

 

 

Kfz-Versicherung: pro Tag 340 Autodiebstähle

Die Versicherungswirtschaft hat letzte Woche die Diebstahlstatistik für das Jahr 2016 vorgestellt. Und die hat es in sich: pro Tag werden in Deutschland 340 versicherte Autos geknackt. Der Gesamtschaden beziffert sich auf mehr als eine halbe Milliarde Euro pro Jahr.

Autodiebe haben in Deutschland nach wie vor Hochkonjunktur. Diesen bitteren Schluss lässt die aktuelle Schadenstatistik des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zu. Demnach wurden im vergangenen Jahr 18.000 kaskoversicherte Autos in Deutschland gestohlen, was gegenüber 2015 immerhin ein Rückgang um rund acht Prozent bedeutet. Und dennoch: an einem einzigen Tag werden hierzulande 340 Autos entwendet!

Mehr Schadensaufwendungen pro Diebstahl

Ein deutlicher Aufwärtstrend ist bei den Schadenskosten pro geklautem Fahrzeug zu beobachten. Im Durchschnitt mussten die Kfz-Versicherer 2016 für ein entwendetes Auto 16.400 Euro zahlen: das sind fünf Prozent mehr als im Jahr zuvor. Schließlich verwandeln sich die Autos auch außerhalb des Motorraums immer mehr zu wahren High-Tech-Maschinen. Fahrassistenten, Bewegungssensoren etc. treiben die Kosten pro Fahrzeug in die Höhe. Auch für den Diebstahl elektronischer Bauteile zahlten die Versicherer im Schnitt fast 500 Euro mehr als im Vorjahr: über 4.100 Euro!

Wird ein Fahrzeug entwendet, zahlt in der Regel die Teilkasko-Versicherung für den Schaden. Auch wenn Teile gestohlen werden, die fest mit dem Auto verbunden sind oder fest eingebaut, springt die Teilkasko ein: das gilt etwa für Dachgepäckträger oder die Stereoanlage. Ebenso ersetzt werden eingeschlagene Fensterscheiben. Auch wer Vollkasko-versichert ist, genießt Schutz: Hierin ist die Teilkasko eingeschlossen.

Wertgegenstände nicht im Auto lassen!

Problematisch ist es jedoch, wenn mobile Geräte oder Wertgegenstände aus dem Auto entwendet werden, etwa mobile Navis, Smartphones oder Tablets. Hierfür zahlt die Versicherung in der Regel nicht – beziehungsweise nur dann, wenn diese Leistung explizit im Vertrag genannt wird. Aber selbst in diesem Fall ist die Ersatzzahlung auf einen sehr niedrigen Betrag beschränkt.

Deshalb sollten Wertgegenstände nicht im Auto liegen gelassen werden, warnt der GDV: schon gar nicht auf dem Sitz oder in der Hutablage, so dass sie von außen gut sichtbar sind. Schließlich gilt die alte Redensart: „Gelegenheit macht Diebe“. Besonders begehrt bei den Kriminellen sind übrigens große und teure Autos wie SUV, Jeeps und Sportwagen. Hier sind oft kriminelle Banden am Werk, die die Autos auf Bestellung entwenden.

 

Kaskoversicherung muss bei versäumter Meldefrist nicht zahlen

Ein Versicherungsnehmer muss seinen Kaskoversicherer rechtzeitig über den Schaden informieren. Sonst darf ihm der Kfz-Versicherer die Leistung verweigern, wie erneut ein Urteil zeigt – diesmal des Oberlandesgerichtes Hamm. Hier hatte sich ein Bummelant ganze sechs Monate Zeit gelassen, bis er sich an seine Versicherung wendete. Er geht nun leer aus.

Im verhandelten Rechtsstreit hatte ein Porsche-Fahrer aus Essen seinen Sportwagen vollkaskoversichert. Einen Tag vor dem Heiligabend 2015, so behauptete der Fahrer, habe er das Auto an der Straßenseite geparkt, wobei angeblich ein anderer Autofahrer einen großen Kratzer in die Seite fuhr.

Das Problem: Der Fahrer des Porsche meldete erst ein halbes Jahr später, nämlich im Juni 2016, seinen Schaden an den eigenen Versicherer aus Koblenz. Das begründete er damit, dass er einen Zettel des Unfallverursachers am Auto vorgefunden habe, ohne diesen entziffern zu können. Deshalb habe er ein paar Monate warten wollen, falls sich der Schadensverursacher doch noch melden sollte, was aber nicht passiert sei. In der Zwischenzeit hatte der Mann den Schaden auf eigene Kosten reparieren lassen.

Meldefrist versäumt

Vor den Richtern des Oberlandesgerichtes Hamm fand die Argumentation des Sportwagen-Fahrers aber kein Gehör. Die beklagte Versicherung sei zu keiner Leistung verpflichtet, weil der Kläger eine sogenannte vertragliche Obliegenheit verletzt habe, führte der 20. Zivilsenat aus. Der Kasko-Vertrag sah nämlich vor, dass ein Schaden am Auto innerhalb von einer Woche angemeldet werden muss.

Unerheblich sei insofern, dass es dem Kläger nach seinem Vortrag möglich erschienen sei, den Schädiger in Anspruch zu nehmen, heißt es in der Urteilsbegründung. Die Verpflichtung zur Schadensmeldung bestehe unabhängig davon, ob später tatsächlich eine Leistung des Versicherers in Anspruch genommen werde. Die Anzeigepflicht solle sicherstellen, dass dem Versicherer eigene Ermittlungen zum Unfall- oder Tathergang möglich seien. Oder anders ausgedrückt: Der Versicherer soll rechtzeitig selbst überprüfen können, wie ein Schaden sich ereignete, um gegen mögliche Betrügereien gewappnet zu sein.

Der Kläger konnte auch nicht den Nachweis erbringen, dass die Reparatur sachgemäß durchgeführt wurde, das Gutachten des Sachverständigen wies Fehler auf. Folglich muss auch die Kaskoversicherung den Schaden des Porschefahrers nicht erstatten. Hier gilt: Eine Schadensmeldung an den Versicherer muss rechtzeitig erfolgen, möglichst unverzüglich: die im Vertrag genannten Fristen sind einzuhalten. Nur dann kann sich der Versicherte sicher sein, dass die Gesellschaft auch wirklich für den Schaden einspringt (Urteil vom 21.06.2017, Az. 20 U 42/17).

 

Wildunfall – Schaden bescheinigen lassen!

Der Herbst ist auch Zeit der Wildunfälle: Sie treten umso häufiger auf, je länger dunkel ist. Wer in solch einen Unfall verwickelt wird, sollte sich eine Wildschadensbescheinigung ausstellen lassen. Sonst droht Ärger mit dem Kfz-Versicherer.

Alle zweieinhalb Minuten ereignet sich in Deutschland ein Wildunfall. Und gerade im Herbst sind Autofahrer besonders bedroht, in einen solchen verwickelt zu werden. Dann nämlich setzt nicht nur die Dämmerung zeitiger ein. Die Tiere begeben sich auch vermehrt auf Wanderschaft, weil sie ihre Futtergründe aufsuchen oder das Winterquartier, berichtet der Deutsche Jagdverband (DJV).

Wie aber sollten sich Autofahrer verhalten, wenn sie mit einem Waldtier zusammenstoßen? Fest steht: Wer sich einfach so vom Unfallort entfernt, kann Ärger mit seinem Versicherer bekommen – und dieser vielleicht sogar eine Regulierung des Schadens ablehnen.

Wildschadensbescheinigung ist sinnvoll!

Wie der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) derzeit warnt, sollten sich Autofahrer eine sogenannte Wildschadensbescheinigung ausstellen lassen, damit der Versicherer genau weiß, wann und wo sich der Unfall ereignet hat. Zuständig hierfür ist die Polizei oder lokale Forstbehörde. Nur bei Kleintieren ist eine solche Bescheinigung nicht erforderlich.

Natürlich erfordert ein Wildunfall auch eine besondere Sorgfalt an der Unfallstelle. Zunächst sollte eine Warnweste übergezogen und der Ort durch ein Warndreieck abgesichert werden – um andere Autofahrer zu warnen.

Und selbst, wenn das Tier noch so niedlich ist: man sollte ein verletztes Wildtier nicht einfach anfassen oder gar zum Tierarzt bringen wollen. Denn gerade bei einer schweren Verwundung ist nicht auszuschließen, dass es aggressiv auf den Menschen reagiert, man sich also selbst gefährdet. Der hinzugerufene Förster bzw. die Polizei werden entscheiden, was mit dem Tier geschehen soll.

Teil- oder Vollkasko?

Bezüglich des Versicherungsschutzes lohnt ein Blick in den Vertrag. Teilkasko-Versicherungen ersetzen in der Regel Unfälle mit Haarwild: wenn überhaupt. Dazu gehören beispielsweise Wildschweine oder Hirsche. Doch manche Versicherer schließen sogar das aus oder verlangen hierfür einen Zusatzbeitrag.

Die Teilkasko zahlt auch, wenn man aufgrund eines Tieres auf der Straße ausweichen musste und dabei der Unfall entstand. Allerdings muss der Fahrer dann nachweisen, dass tatsächlich ein Tier auf der Straße stand. Gerade bei kleineren Tieren empfiehlt es sich deshalb, nicht auszuweichen: so bitter das für den Tierfreund auch sein mag.

Wird der Unfall hingegen durch einen großen Vogel oder gar eine entlaufene Ziege verursacht, ist in der Regel eine Vollkasko-Police erforderlich. Hier sollte zumindest genau nachgelesen werden, was in welchem Umfang versichert ist.

 

Kfz-Versicherung: der Preis ist nicht alles!

Die Wechselsaison in der Kfz-Versicherung läuft auf Hochtouren. Denn die meisten Versicherer haben eine Kündigungsfrist von einem Monat vor Ende des Kalenderjahres festgelegt. Wer sich einen neuen Schutz suchen will, muss bis zum 30. November seinen Altvertrag gekündigt haben. Entscheidend ist hierbei, wann der Vertrag den Versicherer erreicht, also das Zustellungsdatum – nicht, wann die Kündigung losgeschickt wurde. Doch man sollte nicht um jeden Preis wechseln.

Tatsächlich haben Versicherer und Vergleichsportale damit begonnen, für einen Wechsel des Autoversicherers zu werben. In der Regel wird dabei die Prämie als Argument angeführt: Man könne mit einem neuen Kfz-Versicherer viel Geld sparen. Doch das ist heimtückisch. Wer alleine auf den Preis der Versicherung schaut und vorzeitig seine alte Police kündigt, könnte im schlimmsten Fall wichtige Leistungen verlieren. Auch in der Kfz-Versicherung gilt: Vertrag ist nicht gleich Vertrag!

Auf die Leistungen kommt es an!

Beispiel Marderbiss: Manche Kasko-Versicherer erbringen nur für die direkten Schäden eines solchen Bisses eine Leistung, nicht aber für Folgeschäden. Das ist deshalb fatal, weil Motordefekte fast immer aus den Folgeschäden resultieren: zum Beispiel, wenn ein Kabel für die Kühlung durchbissen wurde und der Motor überhitzt. Schnell hat man dann einen Totalschaden, für den der Versicherer nicht aufkommt.

Ebenfalls wichtig: Der „Verzicht auf Einrede grober Fahrlässigkeit“. Zwar hat es in der Haftpflicht-Versicherung in der Regel keine Folgen, wenn der Versicherer grob fahrlässiges Verhalten ausschließt. Anders hingegen beim Vollkasko-Schutz, wenn also der Schaden am eigenen PKW ersetzt werden soll. Dann kann der Versicherer – abhängig vom Einzelfall – eine Zahlung schon verweigern, wenn man versehentlich bei Rot fuhr. Oder, wenn der Unfall daraus resultierte, dass man am Autoradio einen anderen Sender suchte.

Rabattregeln beachten!

Auch hinsichtlich der Rabatt-Vereinbarungen lohnt ein Blick in den Vertrag. Manche Versicherer bieten zum Beispiel Preisnachlässe, wenn das Auto nachts in der Garage parkt – aber nicht alle. Oder sie gestatten es, dass man den Zweitwagen günstiger mitversichert.

Auch der sogenannte Rabattretter kann verloren gehen, die in der Regel bei Altverträgen bis 2012 Vertragsbestandteil waren. Der Rabattretter verhindert zwar keine Rückstufung in der Schadensfreiheitsklasse. Allerdings wird der Versicherungsnehmer nur so weit zurückgestuft, dass dies nicht zu einem höheren Beitrag führt. Der Rabattretter ist vom Rabattschutz zu unterscheiden: dieser verhindert, dass der Autofahrer nach einem einmaligen Unfall, den er selbst verursacht hat, zurückgestuft wird.

Gerade wenn Versicherte einen Unfall gebaut haben und vom Rabattschutz Gebrauch machten, ist Vorsicht geboten. Bei einem Wechsel der Versicherung wird dem neuen Anbieter nämlich jene Schadensfreiheitsklasse gemeldet, die ohne Rabattschutz bestehen würde: der Wechsler wird also zurückgestuft. Grundsätzlich lohnt sich ein Blick, wie der Versicherer mit Rückstufungen umgeht.

Der Wechsel zu einer neuen Kfz-Versicherung kann sich lohnen, weil die Versicherer auf einem umkämpften Markt auch bei ihren Klauseln nachbessern. Dennoch sollten hierbei die Leistungen im Auge behalten werden: sowohl beim alten wie beim gewünschten neuen Vertrag. Sonst erlebt man beim neuen Anbieter schnell eine böse Überraschung, wenn es doch zu einem Kaskoschaden kommt.

 

Kfz-Versicherung: das Elektroauto versichern

Elektroautos sind in Deutschland aktuell noch ein Nischenthema. Viele Kfz-Versicherer versuchen, einen Anreiz für ökologisches Fahren zu bieten, indem sie Prämienrabatte bieten. Kommt es zu einem Unfall, verursacht vor allem die Batterie hohe Kosten.

Elektroauto statt SUV? So denken bisher nur wenige deutsche Autofahrer, wie Zahlen der Versicherungswirtschaft zeigen. Ganze 20.000 E-Autos waren zum Jahresende 2016 in Deutschland versichert, so geht aus Daten des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Das sind magere 0,03 Prozent aller zugelassenen Fahrzeuge. Denn stolze 63 Millionen Autos sind auf deutschen Straßen unterwegs!

Über die Gründe für die Zurückhaltung kann nur spekuliert werden. Nach wie vor sind Elektroautos vergleichsweise teuer und die Reichweite lässt mitunter auch zu wünschen übrig. Dennoch sollte es mehr elektrische Autos geben, denkt sich auch die Versicherungswirtschaft. Und so belohnen viele Versicherer den Mut zum ökologischen Fahren mit Prämiennachlässen. Hier hilft ein Beratungsgespräch, einen geeigneten Tarif zu finden.

Wie aber wirken sich E-Autos für die Versicherungsbranche aus? Laut „Süddeutscher Zeitung“ rechnen die Versicherer zum einen mit sinkenden Unfallzahlen. Die Halter verursachen ungefähr ein Viertel weniger Unfälle als bei Autos mit Verbrennungsmotoren, so die Erfahrung der Branche. Das kann aber schlichtweg auch technisch bedingt sein: Viele Fahrer würden nicht rasen und sehr zurückhaltend fahren, weil sie fürchten, dass der Akku schlapp macht.

Es gibt aber auch einen negativen Aspekt für die Versicherer. Denn E-Autos erzeugen zugleich höhere Reparaturkosten, wenn es doch mal kracht. Schuld ist unter anderem die Lithium-Ionen-Batterie. Wird diese in Mitleidenschaft gezogen, liegt schnell ein Totalschaden vor. Auch die Ladesteckdose trägt dazu bei, ist sie doch meist vorn am Auto platziert. Und dann wird ein Auffahrunfall schnell teuer, weil eben die gesamte Technik Schaden nimmt.

Diskutiert wird in Deutschland aktuell auch darüber, ob ein E-Auto wirklich ökologischer ist als Benzin und Diesel. Schließlich muss es auch irgendwie mit Energie versorgt werden – im Zweifel durch Strom aus dem Kohlekraftwerk. Und die Autos haben bei der Herstellung einen höheren Energiebedarf. Mehrere Studien, unter anderem vom Frauenhofer Institut Stuttgart, haben gezeigt, dass es bei dieser Frage auch auf das Nutzungsverhalten des Fahrers ankommt. Wird das Auto oft in der Stadt und für kleine Strecken gebraucht, sei Elektro tatsächlich ökologischer.

 

Weniger Autodiebstähle im Vorjahr

Die Zahl der versicherten Autodiebstähle ist im Jahr 2016 leicht gesunken. Das teilten die Versicherer am Mittwoch mit. Entwarnung kann trotzdem nicht gegeben werden, denn noch immer werden pro Tag rund 50 Autos gestohlen. Und besonders in den Großstädten schlagen die Diebe sehr häufig zu.

In Deutschland wurden 2016 weniger Fahrzeuge gestohlen als im Jahr zuvor: Das ist die gute Nachricht, die am Mittwoch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) per Pressetext bekannt gab. Die weniger gute: Noch immer werden pro Tag in Deutschland 50 PKW entwendet, für die dann die Kfz-Versicherer zahlen müssen. Exakt waren es im Vorjahr 18.227 kaskoversicherte Fahrzeuge.

Während die Zahl der gestohlenen PKW rückläufig ist, steigt hingegen die durchschnittliche Entschädigungs-Summe seit Jahren an. Diese betrug 16.416 Euro gegenüber 15.611 Euro im Jahr 2015. Auch der wirtschaftliche Gesamtschaden der Autoversicherer kletterte von 291 Millionen Euro in 2015 auf über 300 Millionen Euro.

SUV werden besonders gern geklaut

Wenig geändert hat sich der Geschmack der Autodiebe: Sie lieben es groß, schwer und geländegängig. So landen mehrere SUV und Gelände-Cruiser in der Hitliste der meistgeklauten Modelle ganz oben, berichtet der GDV. Bei diesen Modellen erreichte die durchschnittliche Entschädigung gar 60.000 Euro je Fahrzeug.

Auch wer in der Stadt wohnt, ist besonders bedroht. Hauptstadt des Autodiebstahls ist – in absoluten Zahlen – nach wie vor Berlin mit 3.477 geklauten Autos, gefolgt von Hamburg mit 1.112 entwendeten Fahrzeugen. Da fällt die drittplatzierte Stadt Köln mit 248 Diebstählen schon deutlich ab.

Wenn das Auto gestohlen wurde, ersetzt die Teilkaskoversicherung den entstandenen Schaden. Auch wer eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen hat, wird entschädigt, denn die Teilkasko ist automatisch in der Vollkasko inbegriffen. Auf den persönlichen Schadenfreiheitsrabatt hat ein Autodiebstahl keinen Einfluss.

 

 

Kfz-Versicherung: GDV stellt neue Typklassen vor

Der Versicherungsdachverband GDV hat am Mittwoch die neue Typklassen-Statistik für das kommende Jahr 2018 vorgestellt. In der Kfz-Versicherung können Typklassen die Höhe der Versicherungsprämie beeinflussen. Eher ungünstige Einstufungen haben dabei Luxusautos, Jeeps und SUV.

Wie hoch die Prämie in der Kfz-Versicherung ausfällt, hängt auch von den sogenannten Typklassen ab. Je niedriger die Typklasse, desto günstiger für den Autofahrer. Denn sie spiegelt die Schadens- und Unfallbilanz jeden in Deutschland zugelassenen Automodells wieder, wofür die Fahrzeugschäden und Reparaturkosten der letzten drei Jahre eingerechnet werden, die Versicherer zahlen mussten.

Singt die Anzahl der Schäden, landet das Auto in einer niedrigeren Typklasse. Werden mehr Schäden gezählt, steigt sie. Verbindlich sind die Klassen aber nicht: es ist den Versicherern freigestellt, sich an ihnen zu orientieren. Fast alle tun dies aber und rechnen Änderungen in der Prämie jeweils zur Hauptfälligkeit ein, also in der Regel zum Jahreswechsel.

In der Kfz-Versicherung gibt es 16 Typklassen (10-25), wofür vor allem Unfälle maßgeblich sind. In der Vollkasko 25 Typklassen (10-34): Hier werden auch Diebstahl, Wildunfälle und andere Kaskoschäden mit eingerechnet. Die Teilkasko kennt 24 Typklassen (10-33). Insgesamt berücksichtigt der GDV mehr als 26.000 Fahrzeugmodelle.

Kleinwagen haben oft niedrige Typklasse

Am Mittwoch hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) nun die aktuelle Fassung der Typklassen-Statistik bekanntgegeben. Obwohl hier nicht alle Fahrzeugmodelle vorgestellt werden können, lässt sich eine deutliche Tendenz beobachten. Leistungsstarke Oberklasse-Modelle und Geländewagen werden in eine hohe Typklasse eingestuft. Ein Beispiel hierfür ist die aktuelle Generation des BMW 370D. Hingegen landen Kleinwagen wie der Citroen C4 oder KIA Picanto in einer günstigeren Typklasse, denn diese Fahrzeuge erzeugen im Schnitt weniger Schadenskosten.

Für die meisten Fahrer aber ändert sich nichts. Fast drei Viertel aller Fahrzeuge behalten in der Kfz-Haftpflichtversicherung die Typklasse, die sie zuvor schon hatten. Die Typklasse allein lässt übrigens keinen Rückschluss auf die Entwicklung des gesamten Kfz-Versicherungsbeitrages zu. Eingerechnet werden müssen auch andere Faktoren: etwa die Regionalklasse, also ob am Ort der Zulassung oft Schäden auftreten.

Aber auch individuelle Faktoren des Fahrzeughalters wie Alter, Zahl der Unfälle etc. finden bei der Versicherungsprämie Beachtung. Einfluss auf den Preis haben auch Größen wie die Verwaltungskosten eines Versicherers oder der Leistungskatalog des Tarifes. Und schon die Vereinbarung einer jährlichen Zahlweise der Prämie kann die Kosten deutlich senken. Hier hilft ein Beratungsgespräch, falls Autofahrer mit dem Wechsel ihres Kfz-Tarifs liebäugeln. Wer die Typklassen seines Autos abfragen will, findet die genaue Einordnung unter der Adresse https://www.gdv-dl.de/komplexe-suche/

 

eVB-Nummer: Damit ein Crash mit dem neuen Auto nicht teuer wird

Wer ein Auto neu zulässt, benötigt in Deutschland eine sogenannte eVB-Nummer, um das Gefährt von A nach B zu transportieren. Mit der Elektronischen Versicherungsbestätigung (eVB) soll sichergestellt sein, dass das Auto auch vor Beginn der Zulassung einen Versicherungsschutz hat. Aber dabei gibt es einiges zu beachten, denn nicht immer ist ein Kaskoschutz inkludiert.

Wenn jemand in Deutschland einen Neuwagen kauft, einen Gebrauchtwagen ummeldet oder ein stillgelegtes Fahrzeug wieder anmelden will, braucht er in der Regel eine elektronische Versicherungsbestätigung (eVB). Selbst für Kurzkennzeichen oder die nachträgliche Änderung eines Saisonkennzeichens ist diese Nummer erforderlich, die aus sieben Zahlen und Buchstaben besteht. Die eVB ist ab Abschluss über einen begrenzten Zeitraum hinweg gültig: Üblich sind hierbei 30 Tage.

Eine entsprechende Nummer bekommt man ganz einfach auf Anfrage bei den Kfz-Versicherern oder einem Vermittler. Die Anfrage ist mittlerweile bei vielen Versicherern online und per App möglich, die Nummer ist dann sofort gültig. Ein deutlicher Vorteil gegenüber der früheren Doppelkarte, die lange Zeit dazu diente, auf der Zulassungsstelle eine Kfz-Haftpflicht nachzuweisen. Heute muss der Halter nicht mehr warten, bis das Dokument per Post an die Zulassungsstelle geschickt wurde, sondern kann das Auto mit der eVB sofort anmelden.

Vorsicht: Kaskoschutz eingeschlossen?

Gerade die Tatsache, dass man eine eVB leicht und problemlos bekommt, kann sich aber als heimtückisch entpuppen. Denn eVB-Nummer ist nicht gleich eVB-Nummer! Zwar beinhaltet jeder entsprechende Vertrag einen Kfz-Haftpflichtschutz. Aber es gibt tatsächlich Angebote, die nur eine eingeschränkte Kaskoversicherung bieten. Die Konsequenzen können bitter sein. Wenn der Fahrer bei der Überführung des Wagens einen selbstverschuldeten Unfall baut, kann es passieren, dass er den Schaden am eigenen Fahrzeug nicht ersetzt bekommt.

Vergleicht man die unterschiedlichen Bedingungen, die Gesellschaften an die Herausgabe einer eVB-Nummer knüpfen, dann muss man sich die Frage stellen, wann der Kunde überhaupt eine Deckung bei einem Kaskoschaden hat. So machen es einige Versicherer zur Bedingung für den Kaskoschutz, dass der Versicherungsnehmer nicht mehr als einen Teilkaskoschaden in den letzten Jahren hatte und die Typklasse nicht größer als 30 sein darf. Ein teurer Sportwagen, der statistisch oft in Unfälle verwickelt ist, genießt dann unter Umständen keinen Schutz. Manche Versicherer schreiben auch eine Selbstbeteiligung für die Kasko fest. Details, über die sich ein angehender Fahrzeughalter informieren sollte!

Denn krachen kann es schnell. Das Unfallrisiko bei Überführungen besteht nicht nur auf längeren Strecken, etwa wenn man ein Auto aus einer anderen Stadt abholt. Schon bei kurzen Distanzen bedeuten selbstverschuldete Unfälle ein Risiko. Schließlich ist das Auto neu und ungewohnt, so dass sich ein Fahrer schnell ablenken lässt. Und schon hat man beim Ausparken einen anderen PKW übersehen, weil man sich noch mit den Bedienelementen des Cockpits vertraut machen musste oder der Spiegel falsch eingestellt war. Hier hilft ein Beratungsgespräch, sich über eVB-Nummern kundig zu machen.

 

 

Kfz-Versicherung – Neue Regionalklassen für mehr als neun Millionen Autofahrer

Die jährlich ermittelten Regionalklassen haben Einfluss auf die Prämien in der Kfz-Versicherung: Wenn es in einem Zulassungsbezirk oft kracht oder viele Autos entwendet werden, müssen Autofahrer auch mehr zahlen. Für das neue Jahr aber kann der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) Positives berichten. 5,5 Millionen Autofahrer profitieren von einer besseren Einstufung.

Die Regionalstatistik des GDV, ermittelt anhand der Schadensbilanz aller 413 Zulassungsbezirke in Deutschland, hat auch Auswirkungen auf die Kfz-Prämien, die Kunden zahlen müssen. Zwar ist die Statistik unverbindlich für Versicherer. Aber sie kann ab Bekanntgabe auf alle Neuverträge und Bestands-Policen zur Hauptfälligkeit angewendet werden. Als Faustregel gilt: Je niedriger die Regionalklasse, desto niedriger der potentielle Versicherungsbeitrag. Für die Haftpflicht gibt es 12, für die Vollkasko 9 und für die Teilkasko 16 Klassen.

Wenn es in Regionen oft kracht und zu Unfällen kommt, kann dort die Kfz-Haftpflicht und Kaskoversicherung teurer werden. Einen Einfluss auf die Kasko-Regionalklassen haben auch Autodiebstähle, Unwetterschäden an Fahrzeugen und andere Schadenskosten. Freilich fließen bei der Kalkulation der Kfz-Prämien noch andere Werte ein, etwa der Typ des Autos sowie individuelle Faktoren wie die Fahrerfahrung, das Alter und die Unfallbiographie eines Versicherungsnehmers.

Kfz-Haftpflicht: 5,5 Millionen Autofahrer profitieren von niedrigerer Regionalklasse 

Am Mittwoch hat der Versicherungs-Dachverband GDV nun die neuen Regionalklassen bekanntgegeben. Und eine positive Nachricht: Knapp 5,5 Millionen Autofahrer in 67 Bezirken profitieren in der Kfz-Haftpflichtversicherung von besseren Einstufungen.

Allerdings werden auch 41 Bezirke heraufgestuft: Hier müssen 3,6 Millionen Fahrer höhere Preise fürchten. Für die meisten Autofahrer ändert sich jedoch gar nichts. In 305 Bezirken bzw. für 31 Millionen Haftpflichtversicherte bleibt die Regionalklasse stabil.

Hohe Regionalklassen – und damit potentiell höhere Haftpflichtprämien – gelten vor allem für die Autofahrer in Großstädten und in Teilen Bayerns. Hingegen ist es im Norden der Republik vergleichsweise günstig, weil hier wenige Unfälle passieren.

In der Kaskoversicherung ändert sich gegenüber dem Vorjahr hingegen wenig. Für knapp 29 Millionen der 34 Millionen Teil- und Vollkaskoversicherten bleibt alles beim Alten. 2,8 Millionen Kaskoversicherte rutschen in niedrigere, rund 2,6 Millionen in höhere Regionalklassen. Wer sich konkret über die Regionalklassen seines Zulassungskreises informieren will, findet die Daten unter folgender Adresse:

https://www.dieversicherer.de/versicherer/entdecken/regionalklassen-abfrage

 

 

 

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