0341 23064750

Haus und Wohnen

Sturm Herwart – Schäden umgehend melden!

Es ist bitter: Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen hat ein Sturm starke Verwüstungen in Deutschland angerichtet. Herwart hieß der Übeltäter diesmal und wütete besonders dort, wo auch bereits Sturmtief Xavier seine Spuren hinterließ: in Nord- und Ostdeutschland. Dächer wurden abgedeckt, Bäume fielen auf Häuser und Straßen, in Städten wie Bremerhaven und Hamburg wurden viele Keller geflutet. Zwischenzeitlich kam im Norden fast der komplette Bahnverkehr zum Erliegen.

Gut, wenn man die richtigen Versicherungen hat. Hausbesitzer können sich mit einer Wohngebäudeversicherung gegen Sturmschäden an Gebäuden wappnen: Sie zahlt, wenn der Sturm mindestens Windstärke 8 bzw. 63 Stundenkilometer erreichte. Für Überschwemmungen muss hingegen eine extra Elementarschadenversicherung abgeschlossen werden. Kommen Einrichtungsgegenstände, Markisen oder Satellitenschüsseln durch das Unwetter zu Schaden, zahlt die Hausratversicherung.

Schaden schnell melden!

Wer seinen Schaden noch nicht an den Versicherer gemeldet hat, sollte aber schnellstens handeln. In der Regel sollte die Schadensmeldung nämlich unverzüglich erfolgen. Dabei gibt es einiges zu beachten. Zum einen haben die Versicherten eine Schadenminderungspflicht: Sie müssen Sorge tragen, dass der Schaden nicht noch schlimmer wird. Zum Beispiel, indem ein defektes Fenster mit Folie abgedeckt wird.

Zum anderen muss der Versicherung aber die Gelegenheit eingeräumt werden, den Schaden durch einen eigenen Gutachter ermitteln zu lassen. Und das bedeutet, Hausbesitzer dürfen nicht einfach die beschädigte Sache auf eigene Faust reparieren lassen, ohne zuvor mit der Versicherung Rücksprache zu halten.

Reparaturen sollten nur in Rücksprache mit dem Versicherer beauftragt werden bzw. nachdem ein Sachverständiger des Versicherers vor Ort war. Auch sollten keine pauschalen Handwerkerleistungen vereinbart werden: Auch hier behält sich der Versicherer ein Mitspracherecht vor.  Grundsätzlich empfiehlt es sich, Schäden selbst gut zu dokumentieren, etwa mit Fotos, Videos oder Zeugen.

Nicht jeden Bagatellschaden melden!

Wenn nur kleine Schäden am Haus entstanden sind, die aus eigener Tasche bezahlt werden können, empfiehlt es sich, diese tatsächlich selbst zu zahlen und nicht an den Wohngebäude-Versicherer zu melden. Der Grund: zwar erhalten die Verbraucher ihren finanziellen Verlust umgehend ersetzt. Aber wer zu oft kleine Schäden in kurzer Zeit reguliert haben will, muss mit der Kündigung seines Vertrages rechnen.

Hierzu sind die Gesellschaften berechtigt, weil ihnen durch häufige Schadensmeldungen ein hoher Verwaltungsaufwand entsteht. Mitunter ist es danach schwierig einen neuen Vertrag zu finden, da speziell bei Überschwemmungen die eigene Adresse schnell in eine höhere Gefährdungsklasse nach dem Zürs-System eingestuft wird.

Hier sei auf die wichtigste Funktion einer Wohngebäude-Police hingewiesen: Sie soll hohe finanzielle Schäden absichern, die eben nicht selbst finanziert werden können. Schließlich entsteht bei derartigen Stürmen im schlimmsten Fall ein Schaden im fünf- oder gar sechsstelligen Bereich, wenn etwa das Gemäuer so schwer geschädigt wird, dass das Haus einsturzgefährdet ist. In solchen Fällen soll der Schutz greifen!

 

Hausratversicherung: Winterzeit ist Einbruchzeit

In den kalten Herbst- und Wintermonaten ist es länger dunkel. Das ruft leider auch Kriminelle auf den Plan. In den Monaten Oktober bis März ereignen sich 40 Prozent mehr Einbrüche in Häuser und Wohnungen, wie aktuell die Versicherungswirtschaft warnt.

Wenn sich die Bundesbürger am liebsten vor dem Kamin versammeln und in eine warme Decke kuscheln, werden Einbrecher umso aktiver. Um stolze 40 Prozent steigt die Zahl der Einbrüche in den Herbst- und Wintermonaten an. Das berichtet aktuell der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in einer Pressemeldung.

Die Versicherer haben alle Einbrüche ausgewertet, für die eine Hausratversicherung einspringen musste. Von den durchschnittlich 140.000 Einbruchschäden pro Jahr, die von 2002 bis 2015 an die Versicherer gemeldet wurden, entfielen demnach 40 Prozent auf das Sommerhalbjahr und 60 Prozent auf die Winterzeit.

Der Grund ist klar: Dunkle Häuser locken die Übeltäter an. Sie wollen nämlich möglichst unbeobachtet bei ihren Einbrüchen agieren. Wenn in der Wohnung das Licht ausgeschaltet ist, sehen sie leichter, ob sich jemand darin befindet.

Die meisten Einbrüche ereignen sich tagsüber

Das bedeutet freilich nicht, dass die Einbrecher nachts kommen. Im Gegenteil: Mehr als die Hälfte aller Einbrüche (knapp 58 Prozent) ereignen sich tagsüber zwischen 10 und 18 Uhr, wie eine weitere Auswertung ergab. In der Nachtzeit zwischen 22 und 6:00 Uhr findet hingegen nur jeder siebte Einbruch (14,5 Prozent) statt.

Wenn in die Wohnung eingebrochen wurde, zahlt in der Regel die Hausratversicherung. Dennoch ist es natürlich besser, wenn es erst gar nicht so weit kommt. Hier sollte man sich informieren, welche Maßnahmen schützen: Oft sind schon kleine Sicherheitsvorkehrungen hilfreich, wie die Polizei berichtet. Schon eine automatische Lichtschaltung und gut gesicherte Fenstergriffe oder Türen tragen dazu bei, dass die Übeltäter von ihrem Werk ablassen.

 

Starkregen – die unterschätzte Gefahr

Am 22. September ist Herbstanfang. Das nimmt der Versicherungsdachverband zum Anlass, auf eine unterschätzte Gefahr hinzuweisen: Starkregen sorgt regelmäßig für Millionenschäden. Eine Elementarschadenversicherung schützt vor den finanziellen Folgen.

Die kalte Jahreszeit hat uns nun wieder ganz offiziell im Griff. Denn auch, wenn der Sommer mehr als durchwachsen war: Am 22. September beginnt der kalendarische Herbst. Da passt es, dass in den vergangenen Nächten schon vielerorts Bodenfrost zu beklagen war und die Temperaturen sich tatsächlich herbstlich anfühlten.

Das wiederum nimmt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zum Anlass, auf den abgelaufenen Sommer zurückzublicken. Und dieser hielt in vielen Regionen so manche unliebsame Überraschung bereit. Vor allem im Harz und der Region Berlin-Brandenburg sorgten anhaltende Niederschläge nicht nur für lange Gesichter, sondern auch für einen Millionenschaden.

Mehr als 60 Millionen Euro Schaden in Berlin und Brandenburg

Beispiel Berlin-Brandenburg: Die Region wurde vom nassesten Sommer überhaupt heimgesucht, seit der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Niederschlagsmengen misst. Mit 420 Litern pro Quadratkilometer fiel mehr als doppelt so viel Regen wie sonst zu dieser Jahreszeit üblich.

Allein die Dauerniederschläge vom 20. Juni bis 20. Juli verursachten einen Versicherungsschaden von 60 Millionen Euro: Keller wurden überflutet, Straßen überspült, Gewerbebetriebe mussten teils ihre Produktion für mehrere Tage unterbrechen. Auch im Harz war an der Eckertalsperre ein Millionenschaden zu beklagen.

Elementarschadenversicherung schützt!

Das Heimtückische an Starkregen: Er kann überall und zu jeder Jahreszeit auftreten, wie die oben genannten Beispiele zeigen. Und auch in Häusern für Wasserschäden sorgen, die nicht in Nähe eines Gewässers gebaut sind. Deshalb sollten Hausbesitzer über den Abschluss einer Elementarschaden-Police nachdenken. Denn nur sie schützt vor den Folgen, wenn dauerhafter Regen das Gebäude schädigt. Um die Einrichtung und technische Geräte ersetzt zu bekommen, sollte zusätzlich auch die Hausratversicherung darauf überprüft werden, ob und in welchem Umfang sie bei Elementargefahren greift.

Der GDV warnt aber zugleich vor Panikmache. „Solche extremen Wetterlagen mit stärksten, aber lokal eingeschränkten Regenfällen sind in Deutschland nichts Außergewöhnliches“, betont Olaf Burghoff, Leiter Sachstatistik beim GDV. Im Juli 2014 setzte beispielsweise ein Starkregen Münster fast komplett unter Wasser. In Erinnerung sind auch noch die Sommerunwetter von 2016, die Schäden in Höhe von 1,2 Milliarden Euro anrichteten – vor allem in Bayern und Rheinland-Pfalz.

 

Der Herbst kommt – Das Eigenheim wetterfest versichern!

Am 22. September ist offiziell Herbstanfang. Für viele Bundesbürger fühlt sich aber auch der Spätsommer schon herbstlich an: So manche kühle Brise und nasskalter Regen verdirbt derzeit die Stimmung, nachdem der Sommer mehr als durchwachsen war. Da empfiehlt es sich, schon frühzeitig zu schauen, ob das eigene Haus schon wetterfest versichert ist: Welche Versicherung kommt auf, wenn Schäden am Eigenheim oder der eigenen Wohnung entstehen?

Als erster Baustein gegen allzu heftige Wetterereignisse empfiehlt sich die Wohngebäudeversicherung. Sie übernimmt zum Beispiel Schäden am Haus, wenn es der Herbstwind gar zu dolle treibt: Erreichte er mindestens Windstärke 8 beziehungsweise fegte mit 62 Stundenkilometern ums Haus, dann steht den Betroffenen in der Regel eine Zahlung zu, zum Beispiel, wenn das Dach oder Gemäuer kaputtgeht. Ob die notwendige Windstärke erreicht wurde, lässt sich schnell mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) abklären, der entsprechende Wetterereignisse misst.

Baustein Numero 2 ist eine Elementarschadenversicherung. Zur Erinnerung: Eine solche ist notwendig, damit ein Hausbesitzer auch dann Anrecht auf eine Schadenszahlung hat, wenn Naturereignisse wie Hochwasser, Erdsenkung oder Starkregen wüten. Läuft also der Keller voll Wasser, weil anhaltender Regen die Straße in einen Fluss verwandelt, springt nur eine Elementar-Police ein. Oft ist sie als Zusatzbaustein zur Wohngebäudeversicherung abschließbar und kostet dann einen Aufpreis. Unbedingt prüfen, ob und in welchem Umfang auch für die Photovoltaikanlage Schutz besteht!

Als Baustein Numero 3 für einen wetterfesten Versicherungsschutz empfiehlt sich die Hausratversicherung. Schließlich kann es bei heftigen Unwettern auch passieren, dass es durch das Dach oder Fenster reinregnet, nachdem Schäden am Haus auftraten. Schnell ist der teure Teppich hinüber oder gar der Flachbildfernseher. Auch mit Blick auf eine andere Schadensursache ist eine Hausratpolice zu empfehlen: Je kürzer der Tag, desto aktiver werden Einbrecher, wie der Versicherungsdachverband GDV berichtet. Der Grund: Aufgrund der frühen Dunkelheit im Herbst wird in den Wohnungen oftmals bereits ab 16 oder 17 Uhr das Licht angeschaltet. Einbrecher erkennen daran, ob jemand zu Hause ist oder nicht.

Baustein Numero 4 ist eine Haftpflichtversicherung. Dies mag einige verwundern, ist aber schnell erklärt. Die Städte übertragen die Räumpflicht gern auf Hausbesitzer. Und im Herbst verwandelt das herabfallende Laub so manchen Bürgersteig in eine Rutschbahn. Kommt dann ein Fußgänger zu Fall und verletzt sich, kann unter Umständen der Hausbesitzer haftbar gemacht werden, wenn er das Laub nicht entfernt hat. Eine Privathaftpflichtversicherung leistet in der Regel, wenn Mieter, Besitzer von Eigenheimen und Eigentumswohnungen die Sicherung des Bürgersteigs vernachlässigt haben. Eigentümer eines Mehrfamilienhauses hingegen müssen eine extra Haus- oder Grundbesitzer-Haftpflicht abschließen.

 

 

Elementarschadenversicherung – Rückstau ist nicht gleich Rückstau

Eine Elementarschadenversicherung zahlt für Schäden, die durch Hochwasser und Starkregen entstehen. Dass damit aber nicht jeder Schaden gleichermaßen abgesichert ist, zeigt ein aktueller Rechtsstreit vor dem Oberlandesgericht Hamm. Dort erlitt eine Hausbesitzerin eine bittere Niederlage gegen ihren Versicherer, weil die vertragliche Definition von „Rückstau“ eine Einschränkung der Leistungspflicht vorsah.

Wie wichtig es ist, in Versicherungsverträgen auf die einzelnen Klauseln zu achten, zeigt ein aktueller Rechtsstreit vor dem Oberlandesgericht Hamm. Eine Hausbesitzerin musste dort eine bittere Niederlage einstecken, weil ein Versicherer die Vertragsklausel derart definiert hatte, dass er für ihren Schaden nicht mehr zahlen musste (Urteil vom 26. April 2017, 20 U 23/17).

Was ist ein Rückstau?

Konkret ging es um die Frage, ob im Rahmen einer Elementarschadenversicherung ein Rückstau-Schaden vorlag oder nicht. Nur dann hätte die Versicherung zahlen müssen. Bei einem Starkregen war die Kanalisation derart überlastet, dass das Abflussrohr der Dachterrasse verstopft gewesen ist. Deshalb konnte das Wasser nicht ablaufen. Es sammelte sich stattdessen auf der Terrasse, lief ins Haus und beschädigte dort Zimmer und Wände.

Dennoch muss der Versicherer für den Schaden nun nicht zahlen. Und das zu Recht, wie auch die Richter des Oberlandesgerichtes bestätigten. Ursache hierfür ist eine Vertragsklausel, die das Vorliegen eines Rückstaus an enge Bedingungen knüpft. „Rückstau liegt vor, wenn Wasser (…) bestimmungswidrig aus dem Rohrsystem des versicherten Gebäudes oder dessen zugehörigen Einrichtungen austritt“, hieß es konkret im Vertragstext.

Dumm für die Hausbesitzerin: Das Wasser war eben nicht aus dem Regenfallrohr ausgetreten, wie auch ein Gutachter des Versicherers nachweisen konnte. Das Wasser konnte nur nicht ablaufen. Damit lag eben kein Rückstau laut Vertragstext vor. Bereits im Vorfeld hatten die Richter gegenüber beiden Streitparteien deutlich gemacht, dass die Klage unbegründet sei. Daraufhin zog die Hausbesitzerin ihre Klage zurück (OLG Hamm, Urteil vom 26. April 2017, 20 U 23/17).

Auf Vertragsdetails achten!

Im Pressetext des Oberlandesgerichtes findet sich ein Satz, der geradezu als Aufforderung an Verbraucher gelesen werden kann, sich bei Vertragsabschluss ausführlich mit den Bedingungen eines Versicherungstarifs auseinanderzusetzen: „Dass eine Elementarschadensversicherung abgeschlossen worden ist, bedeutet nicht, dass sämtliche Risiken abgedeckt sein müssten. Versichert sind nur die vertraglich vereinbarten Risiken“. Das heißt, die Verbraucher sollten sehr genau nachlesen, was laut Vertrag versichert ist – und was eben nicht.

Natürlich ist das nicht leicht, stecken doch viele Verträge voller Fachbegriffe und Versicherungs-Sprech. Deshalb sollte man sich nicht scheuen, die Hilfe eines Versicherungs-Fachmanns in Anspruch zu nehmen. Beispiel Rückstau: Hier machen manche Elementar-Versicherer weitere Vorgaben und Einschränkungen, die Hausbesitzer kennen sollten. Zum Beispiel, wenn ein Versicherer nur dann für einen Schaden zahlt, wenn eine Rückstauklappe vorhanden ist. Andere Versicherer schließen nur den witterungsbedingten Rückstau ein, andere wiederum Rückstau durch ausufernde Gewässer. Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung!

 

 

Auch im Sommer lauern Einbrecher und Diebe

Sommerzeit ist Diebstahlzeit! Das mag auch kaum verwundern, schließlich tun die Bürger so einiges, um der Hitze Einhalt zu gebieten. Da werden Fenster- und Terrassentüren offen gelassen, damit eine frische Brise in die Wohnung zu lassen. Oder man befindet sich gleich fürs Grillen im Garten, während man die Veranda-Türe offen lässt.

Zwar findet der Großteil der Einbrüche tatsächlich zwischen Oktober und März statt, berichtet die Polizei, also im Herbst und Winter. Aber auch im Sommer sind die Gefahren ungebrochen hoch: Gerade in der Urlaubszeit würden die Wohnungseinbrüche zunehmen. Neben angekippten Fenstern sind dabei auch offene Terrassentüren ein Risiko, das Diebe anlockt.

Dabei lassen sich die Täter selbst davon nicht abschrecken, dass es im Sommer abends länger hell ist. Entgegen dem Klischee schlagen viele Diebe nicht nur im Schutze der Dunkelheit zu. Fast die Hälfte der Einbrüche (41 Prozent) findet tagsüber zwischen 06:00 und 21:00 Uhr statt, so verrät die Polizeiliche Kriminalstatistik. Dabei haben es die Übeltäter vor allem auf Schmuck, Geld und Wertgegenstände abgesehen.

Sicher in den Urlaub

Ein Ziel für Einbrecher stellt das Eigenheim zum Beispiel dann dar, wenn es in der Urlaubszeit unbewohnt ist. Hier können schon kleine Tricks einen besseren Schutz gewähren. Grundsätzlich sollte man alles entfernen, was Einbrecher für einen Einstieg ins Haus nutzen könnten. Also Leitern, Mülltonnen oder Gartenmöbel besser in die Garage oder ins Haus stellen. Auch hohes Gras ist ein Zeichen, dass der Hausbesitzer verreist ist. Besser vorher den Rasen noch einmal mähen oder sogar in Zeiten der Abwesenheit mähen lassen. Schuppen und Keller sollten vor der Abreise gut verschlossen werden.

Darüber hinaus kann man die Einbrecher täuschen – indem der Verreisende den Eindruck erweckt, es sei jemand im Haus. Wenn Freunde oder Bekannte regelmäßig den Briefkasten leeren, so hat der Einbrecher kein Indiz für die Abwesenheit. Auch Lichter und Rollläden lassen sich mittlerweile per Haushalttechnik so fernsteuern, dass der Eindruck entsteht, es sei jemand da. Zum Beispiel, wenn das Licht in einem bestimmten Abstand eingeschaltet oder Rollläden hoch- und runtergelassen werden.

Auch Sicherheitstechnik kann einen Beitrag dazu leisten, dass Langfinger abgeschreckt werden. Laut Polizei ist es ein Irrtum, dass Alarm- und Lichtanlagen Einbrecher erst anlocken würden. Im Gegenteil: Je größer die Chance erwischt zu werden, desto eher lassen die Kriminellen ihre Finger von einer Wohnung. Schon ein Bewegungsmelder, der eine Rundumbeleuchtung im Einfamilienhaus in Gang setzt, kann einen Einbruch unter Umständen verhindern. Schließlich stehen die Übeltäter ungern im Rampenlicht. Wer einen guten Draht zu seinen Nachbarn hat, sollte sie vor der Abreise informieren, dass man verreist – und bitten, ein bisschen mit aufzupassen.

Sicher am Strand

Auch der Strand ist ein beliebtes Terrain für Diebe – Wissen sie doch, dass sich die Badegäste gern länger im Wasser aufhalten oder beim Federball Taschen unbeobachtet lassen. Auch hier sollte man vorsorgen: Zum Beispiel, indem man Wertgegenstände, Schmuck und größere Geldbeträge gleich gar nicht mitnimmt zum Baden. Bargeld und wichtige Dokumente sollte man in einer Brusttasche bei sich tragen. Und wer verdächtige Verhaltensweisen von anderen Gästen beobachtet, sollte sich nicht scheuen dies dem Badepersonal zu melden. Denn Diebe spionieren ihre Opfer häufig längere Zeit aus, bevor sie tätig werden.

 

 

„Smart Home“ – Sicher in den eigenen vier Wänden

„Smart Home“-Anwendungen in den eigenen vier Wänden erfreuen sich zunehmender Beliebtheit: Und auch die Hausratversicherer bieten schon entsprechende Lösungen hierfür an. Aber wer die Technik nutzt, sollte Sicherheitsstandards beachten. Denn Smart Home wirkt bis ins Schlafzimmer hinein!

„Smart Home“ – so heißt ein neuer Trendbegriff, mit dem Hersteller von Haushalts- und Elektrogeräten um Kunden werben. Und tatsächlich verspricht die Technik einigen Komfort sowie weniger Energieverbrauch. Heizungen und Licht lassen sich per App fernsteuern, noch bevor man die Wohnung betritt. Oder eine App warnt, wenn sich ein Einbrecher an der Tür zu schaffen macht. Deshalb auch der Begriff „Smart“: Haushalts- und Multimediageräte interagieren mit anderen Anwendungen und machen so das Leben ein wenig angenehmer und leichter. Smarter eben.

Aber die Technik hat – wie so alles – auch Schattenseiten. Und vor diesen warnt aktuell der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Damit die Technik richtig funktioniert, muss sie nämlich zumeist ans Netz. Und ist folglich manipulierbar. Zum Beispiel durch DDoS-Attacken, bei denen sich Hacker unbefugt Zugriff zur Technik verschaffen – und großen Schaden anstellen. Dann werden Wasserhähne zum Laufen gebracht, Waschmaschinen gestartet oder der Heizkörper überhitzt.

Sicherheitsstandards beachten!

Wer „Smart Home“-Anwendungen nutzen will, sollte deshalb auf Sicherheitsstandards achten. Dazu gehört, dass der Anwender regelmäßig sicherheitsrelevante Updates auf die Geräte aufspielt, am besten automatisch. Hier gilt: Ein niedriger Preis ist nicht alles! Denn Billig-Hersteller von Smarthome-Geräten haben mitunter gar nicht die Ressourcen, um die Technik regelmäßig zu überarbeiten. Besser vorab informieren, ob und über welchen Zeitraum Sicherheitslücken beseitigt werden!

Punkt Zwei ist die Frage, ob die Technik auch abschaltbar ist – man sie also problemlos vom Netz nehmen kann. „Käufer müssen die Möglichkeit haben, die Netzwerkfunktionen von IoTund Smart Home-Geräten jederzeit mit einfachen Mitteln deaktivieren zu können“, schreibt der GDV in seinem Positionspapier. Und dazu gehört auch, dass die Geräte dann weiter nutzbar sind. Nicht auszudenken, wenn der Kühlschrank oder die Waschmaschine ihren Dienst versagen, sobald man sie vom Netz nimmt.

Auch auf Zugangspasswörter sollte geachtet werden. Auch diese müssen Mindeststandards erfüllen: Zum Beispiel, dass sie wenig standardisiert und nicht vorhersehbar sind. Und Datenschutz ist bei einer Technik natürlich auch ein wichtiges Thema, die im intimsten Bereich der eigenen vier Wände wirkt. Schließlich lassen sich auch Fernseher, PCs und andere Unterhaltungsgeräte über Smart Home-Anwendungen steuern. Besser vorher informieren!

Die Hausratversicherer haben sich auf „Smart Home“ eingestellt: Manche Anbieter haben hierfür bereits spezielle Versicherungen entwickelt und kooperieren sogar mit Geräteherstellern. Schließlich erhoffen auch sie sich mehr Sicherheit, wenn etwa bei Rauchentwicklung in einem Zimmer der Wohnungsbesitzer auch über große Distanzen alarmiert werden kann. Aber dennoch: Im Zweifel ist es besser, nicht mit jeder Anwendung online zu sein. Sonst entwickelt sich der Traum vom Eigenheim schnell zum digitalen Albtraum. Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung!

 

Außenversicherung – Sinnvoller Schutz für Urlauber und Touristen

Wer zahlt den Schaden, wenn im Urlaub in ein Hotelzimmer oder in die Ferienwohnung eingebrochen wurde? Versicherungs-Experten wissen: Mit dem richtigen Baustein in der Hausratversicherung ist man auch vor solchen Malheuren geschützt. Wichtig ist hierfür die sogenannte Außenversicherung.

Seit mehreren Tagen schon zeigt sich der Sommer in Deutschland von seiner tristen Seite. Nachts fällt das Thermometer mancherorts auf elf Grad und dicke Regenwolken verhängen den Himmel. Zwar hat der Wetterbericht für diese Woche Besserung versprochen und kündigt wieder sommerliche Temperaturen an. Aber so mancher Urlauber ist jetzt lieber anderswo – zum Beispiel im sonnigen Süden.

Beliebte Urlaubsregionen oft von Dieben heimgesucht

Dass selbst im schönsten Urlaubsidyll die Touristen nicht vor bösen Überraschungen sicher sind, zeigt die Diebstahlstatistik der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Italien ist das beliebteste Urlaubsland für deutsche Urlauber – mit jährlich 240.000 Einbrüchen in Häuser und Wohnungen. Frankreich, ebenfalls sehr beliebt, steht mit 135.000 Einbrüchen immerhin etwas besser da. Dennoch: Auf solche Fälle sollte man vorbereitet sein!

Hier kommt die Hausratversicherung ins Spiel. Beinhaltet der Vertrag eine „Außenversicherung“, dann sind Einbrüche in Hotelzimmer und Ferienwohnungen abgesichert. Vorausgesetzt, das Zimmer war auch tatsächlich verschlossen und die Langfinger mussten sich gewaltsam Zugang verschaffen. In der Regel leisten die Verträge maximal zehn bis zwanzig Prozent der Versicherungssumme.

In den Verträgen sollte darauf geachtet werden, wie lange die Außenversicherung greift. Denn „Außenversicherung“ bedeutet, dass nur vorübergehende Aufenthalte in einer fremden Wohnung abgesichert sind. Üblich sind 90 Tage, manch ein Versicherer bietet auch länger Schutz an. Achtung!: Wertsachen, Bargeld und Schmuck werden oft nur ersetzt, wenn sie in einem Safe eingeschlossen waren.

Diebstahl unmittelbar der Polizei melden!

Damit der Versicherer den Schaden reibungslos ersetzt, ist es erforderlich, den Diebstahl so schnell wie möglich bei der Polizei anzuzeigen. Sonst kann es Probleme geben, muss der Einbruch doch gegenüber dem Versicherer bewiesen werden.

Auch mit Blick auf die eigene Wohnung muss ein längerer Aufenthalt im Ausland abgeklärt werden. Sobald die Wohnung länger als 60 Tage unbewohnt bleibt, werten dies viele Anbieter als Gefahrerhöhung: Dann steht der Versicherungsschutz auf dem Spiel. Langzeitreisende sollten besser mit dem Versicherer Rücksprache halten! Oft lässt sich gegen einen Zuschlag auch eine längere Abwesenheit vereinbaren.

Wenn der Koffer unterwegs abhanden kommen, kann eine extra Gepäckversicherung Abhilfe leisten. Aber Vorsicht: Oft sehen die Verträge zahlreiche Ausschlüsse vor, so dass so mancher Verbraucherschützer sogar komplett abrät. Hohe Selbstbeteiligungen sind zum Beispiel nicht unüblich. Hier kann es empfehlenswert sein, noch einmal einen Versicherungsexperten draufschauen zu lassen, welche Bedingungen und Ausschlüsse laut Vertrag vereinbart sind.

 

Unwetter „Paul“ und „Rasmund“ – 600 Millionen Euro Schaden in wenigen Tagen

Wie schnell ein Unwetter zu erheblichen Versicherungsschäden führen kann, zeigen die Unwetter „Paul“ und „Rasmund“. Beide wüteten im Juni nur wenige Tage und regional beschränkt. Dennoch schätzt die Versicherungswirtschaft den entstandenen Schaden auf 600 Millionen Euro.

Kurz, heftig und schmerzhaft: So lassen sich vielleicht die Unwetter charakterisieren, die Ende Juni und Anfang Juli über Deutschland niedergingen. Während das Tiefdruckgebiet „Paul“ vor allem in Norddeutschland wütete, suchte „Rasmund“ vor allem Berlin und Brandenburg heim. Der versicherte Schaden, den beide Tiefs anrichteten, ist immens. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) schätzt ihn vorläufig auf 600 Millionen Euro.

Starkregen – ein Risiko, das viele Hausbesitzer unterschätzen

Gerade „Rasmund“ zeigt, dass sich die Unwetter-Risiken in den letzten Jahren verändert haben. Denn während man in Norddeutschland raues Wetter gewohnt ist, hat die Heftigkeit der Niederschläge, die Rasmund mit sich brachte, viele Menschen in Berlin und Brandenburg überrascht. Mancherorts fielen innerhalb von 24 Stunden über 200 Liter Regen auf einen Quadratmeter. Das ist, als würde man vierzig volle Eimer mit Wasser über einen kleinen Beistelltisch kippen.

Die Folgen waren verheerend: Straßen wurden überflutet, Keller liefen voll Wasser, Autos versanken teils im angesammelten Regenwasser. Allein der Starkregen verursachte wahrscheinlich einen versicherten Schaden von 60 Millionen Euro, berichtet der GDV. Das betrifft zwar alle Sparten, die solche Unwetter-Ereignisse betreffen: Neben der Elementarschaden- auch die Hausrat-, Kasko- und Gewerbeversicherung. Dennoch zeigt es, wie wichtig es ist, für solche Ereignisse vorzusorgen.

Denn Starkregen kann überall auftreten und nicht nur dort, wo Flüsse oder andere Gewässer zu finden sind. Deshalb empfiehlt sich eine Elementarschadenversicherung auch für Hausbesitzer, die ihr Eigenheim nicht in Wassernähe stehen haben. Und das ist im doppelten Sinne empfehlenswert. An Orten, die bisher nicht von Überschwemmungen und anderen Unwettern heimgesucht werden, ist das Haus besonders preiswert versicherbar.

Der Hintergrund: Eine private Wohngebäudeversicherung bietet allein keinen Schutz für Naturgefahren wie Hochwasser. Hierfür muss eine extra Elementarschadenversicherung abgeschlossen werden, die oft in Kombination mit einer Wohngebäude-Police gegen ein Aufgeld versicherbar ist. Ein Beratungsgespräch kann helfen, den passenden Schutz fürs Haus zu finden!

 

Wohngebäudeversicherung: Leitungswasser verursacht Milliardenschäden

Die Versicherungswirtschaft muss jedes Jahr Milliarden an Euro zahlen, weil Wasserrohre platzen oder Armaturen und Heizboiler undicht sind. Das berichtet aktuell der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Schützen kann man sich gegen Leitungswasserschäden mit einer Wohngebäude- und Hausratversicherung.

Wenn ein Wasserrohr in der Wohnung platzt, sind die Folgen oft verheerend. Schnell ist die Wand hinüber und im schlimmsten Fall verwandelt sich die Wohnung in einen kleinen See, wenn den Schaden niemand rechtzeitig bezahlt. Die hohen Schadensummen betätigt nun auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft mit einer Pressemeldung.

Alle dreißig Sekunden platzt ein Rohr

Laut GDV platzt alle dreißig Sekunden in Deutschland ein Wasserrohr und verursacht einen Versicherungsschaden. Rund 1,1 Millionen Leitungswasserschäden müssen die Versicherer demnach pro Jahr regulieren. Wenn Schäden am Haus, den Einbaumöbeln oder den Wänden entstehen, kommt die Wohngebäudeversicherung für den Schaden auf. Die Hausratversicherung zahlt hingegen, wenn Hausrat, Fernsehgeräte oder Laptops durch das Wasser kaputtgehen.

Auf 2,3 Milliarden Euro beziffert sich allein die Schadensumme, die Wohngebäudeversicherer im Jahr 2015 für Rohrbruchschäden geleistet haben. Und auch die Hausratversicherer mussten 230 Millionen Euro an ihre Versicherungsnehmer auszahlen. Stolze Summen, wenn man bedenkt, dass es hier allein um Schäden durch Leitungswasser geht!

Ärgerlich sind die hohen Kosten auch deshalb, weil sie vermeidbar wären, kommentiert GDV-Schadenexperte Oliver Hauner. „Eigentlich müssten Hausbesitzer nach rund 30 Jahren ihr Rohrleitungssystem überprüfen, wenn nicht sogar bereits sanieren lassen“, sagt der Fachmann. Viele Haus- und Wohnungsbesitzer würden aber die hohen Kosten scheuen.

Im Osten weniger Leitungswasserschäden

Schaut man sich an, wo in Deutschland die meisten Leitungswasserschäden auftreten, macht sich ein deutliches Ost- West- Gefälle bemerkbar. Das zeigt sich am sogenannten Schadenindex des GDV, der die Landkreise anhand Schadenaufwand und Versicherungssumme ins Verhältnis setzt. Auch wenn dieser Index unverbindlich ist, hat er Einfluss auf die Prämienkalkulation vieler Versicherer.

Die bundesweit meisten Leitungswasserschäden sind demnach in der Innen- und Südstadt von Köln zu beklagen, wo der Schadenindex 263 beträgt. Das bedeutet, hier sind mehr doppelt so viele Leitungswasserschäden zu beklagen wie im Bundesschnitt, der einen Index von 100 aufweist. Auch Krefeld (200) und Karlsruhe (192) werden oft von Rohrbrüchen heimgesucht.

In Ostdeutschland ist die Zahl der Leitungswasserschäden hingegen vergleichsweise niedrig. Hier liegt jeder einzelne Landkreis deutlich unter dem Bundesschnitt von 100: kein einzelner Landkreis hat im Osten einen Schadenindex von mehr als 80. Der GDV begründet dies damit, dass nach der Wende viele Häuser saniert wurden dabei oft auch die Rohre ausgetauscht wurden.

 

1 2 3 6