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Bundesbürger haben Scheu vor Fonds und Aktien 

BörseGeldanlage: Laut einer aktuellen Umfrage sind die Bundesbürger bei der Geldanlage eher konservativ. Die Mehrheit setzt auf Sparbücher, Tages- und Festgeldkonten. Weniger beliebt sind aber Aktien und Fonds: Jeder Zweite lehnt Aktien ab, gegenüber Fonds äußern sich sogar 63,1 Prozent negativ. 

Das Anlageverhalten der Bundesbürger hat sich in den letzten 20 Jahren so gut wie nicht geändert. Laut einer repräsentativen Umfrage, die das Marktforschungsunternehmen TNS Infratest im Auftrag einer großen Bank durchgeführt hat, setzen 73 Prozent noch immer auf das klassische Sparbuch bzw. Tages-oder Festgeldkonten. Weit weniger beliebt sind hingegen Aktien und Fonds. Nur jeder dritte Deutsche hält derzeit Aktien- und Fondsanlagen.

Die Umfrage zeigt sogar eine weitgehend ablehnende Haltung gegenüber der Börse. Fast jeder Zweite gibt an, von möglichen 100.000 Euro Anlagevolumen überhaupt kein Geld in Aktien investieren zu wollen. Gegenüber Fonds äußerten sich sogar rund 63 Prozent der Befragten negativ. Dies verwundert insofern nicht, da den Bundesbürgern der Faktor „Sicherheit“ bei der Geldanlage besonders wichtig ist. Internationale Vergleiche haben gezeigt, dass in anderen Industriestaaten weit risikofreudiger investiert wird.

Geldanlage sollte Inflation ausgleichen 

Wichtig ist jedoch, dass mit der Anlageform die Geldentwertung infolge der Inflation aufgefangen wird – sonst verliert das Geld schnell an Wert. Die Inflationsrate ist 2014 mit 0,9 Prozent zwar auf den niedrigsten Stand seit 2009 gesunken, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Aber schon für das Jahr 2015 wird ein Anstieg auf 1,4 Prozent erwartet. In den Jahren 2011 und 2012 hatte die Inflation sogar bei über zwei Prozent gelegen! Hier muss der Sparer mit seinen erzielten Zinsen einen Ausgleich schaffen.

Und da zeigt sich, dass auch eine Geldanlage an der Börse lukrativ sein kann. Im Jahr 2013 legte der deutsche Leitindex Dax um satte 25 Prozent zu. Wer damals zu Jahresbeginn 5000 Euro in einen Dax-Indexfonds steckte, konnte am Jahresende mit 6250 Euro nach Hause gehen, wie Focus Online vorrechnet. Sparer sollten also überlegen, ob sie nicht zumindest einen Teil ihres Geldes auch außerhalb des Sparbuches anlegen.

Nur in Anlageformen investieren, die man versteht

Bei der Geldanlage gibt es allerdings einige Prinzipien zu achten. So sollte das Risiko gestreut werden. Das heißt, man investiert nicht nur in eine Anlageform, sondern in mehrere – so kann der mögliche Verlust einer Investition aufgefangen werden. Auch ist es wichtig, nur in Produkte zu investieren, die man tatsächlich selbst versteht. Deshalb sollte ein Sparer sich mit einer Geldanlage genauestens auseinandersetzen, bevor er voreilig einen Vertrag unterschreibt.

Grob vereinfacht lassen sich drei Kriterien zur Bewertung einer Anlageform heranziehen: Höhe der Rendite, Sicherheit sowie Verfügbarkeit. Wer zum Beispiel jederzeit auf sein Geld zugreifen will, der sollte nicht unbedingt eine Anlage mit dreißigjähriger Mindestlaufzeit abschließen. Und häufig sind Geldanlagen, die eine besonders hohe Rendite versprechen, auch riskantere Anlageformen. Hier hilft ein Beratungsgespräch, das passende Produkt zu finden.

Schmidtke René

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