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Altersvorsorge nicht vergessen!

Die Deutschen investieren ihr Geld lieber in den Urlaub als in eine Altersvorsorge! Was klingen mag wie ein Vorurteil, ist jetzt anhand einer repräsentativen  forsa-Umfrage zum Teil bestätigt. Werden die Anleger vor die Wahl gestellt, für den Urlaub oder die private Altersvorsorge zu sparen, entscheiden sich 57 Prozent der Verbraucher für den Urlaub und nur 36 Prozent für die Altersvorsorge, so ergab die Befragung.

Natürlich soll niemand auf den wohlverdienten Urlaub verzichten müssen. Auch Erholung ist wichtig und die Urlaubsreise für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres, verbunden mit tollen Erlebnissen und neuen Erfahrungen. Dennoch ist die forsa-Umfrage ein Beleg dafür, dass viele Bürger die Herausforderung eines auskömmlichen Lebensabends unterschätzen. Fast jeder vierte Haushalt hat 2016 laut Umfrage mehr als 5.000 Euro für die Urlaubsreise ausgegeben. Viele verzichten im Gegenzug darauf, etwas fürs Alter zurückzulegen.

Vielen Deutschen droht Rente auf Grundsicherungs-Niveau

Hier lässt eine weitere Studie aufhorchen, die von der Gewerkschaft ver.di beim Eduard Pestel Institut in Hannover in Auftrag gegeben wurde. Die Sozialwissenschaftler warnen, dass beinahe jedem zweiten Erwerbstätigen im Jahr 2030 eine Rente auf Grundsicherungsniveau droht. Nicht nur Geringverdiener seien davon betroffen, sondern auch der Mittelstand.

Die Ausgangssituation: Bis zum Jahr 2030 könnte das Rentenniveau – also das Verhältnis der Rente zu den Löhnen – auf 43 Prozent absinken. Und zum jetzigen Zeitpunkt erzielen ungefähr 50 Prozent der Erwerbstätigen ein Brutto-Einkommen von weniger als 2.500 Euro monatlich, rechnet das Pestel Institut vor. Selbst wenn diese Menschen 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben, würden sie dann nur eine Rente von ca. 800 Euro im Monat erwarten, warnen die Studienmacher. Das ist kaum mehr als Hartz-IV.

Nicht auf zusätzliche Altersvorsorge verzichten!

Zwar sind diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen, da viele Menschen, die jetzt eher wenig verdienen, im Laufe des Erwerbslebens ihre Einkommenssituation verbessern können. Dennoch: Die Studie zeigt, dass vielen Menschen Altersarmut droht, wenn sie sich allein auf die gesetzliche Rente verlassen. Eine zusätzliche Privatvorsorge ist folglich unbedingt zu empfehlen!

Ein wichtiger Tipp, die Anlageexperten geben, ist hierbei, möglichst zeitig mit der Altersvorsorge anzufangen. Dann nämlich muss in der Summe weniger zurückgelegt werden für einen auskömmlichen Lebensabend. Ursache ist der Zinseszins-Effekt: Wird Kapital verzinst und die Zinsen am Jahresende zum bisher Angesparten addiert, ist wiederum mehr Geld da, das dann auch wieder verzinst werden kann. Die Möglichkeiten der Altersvorsorge sind so bunt wie vielfältig. Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung!

 

Schmidtke René

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